Ich wurde im Jahr 1632 in der Stadt York geboren. Mein Name ist Robinson Crusoe. Ich war der dritte Sohn der Familie und hatte keine Lehre durchlaufen. Mein Kopf begann sich schon früh mit abenteuerlichen Gedanken zu füllen.
Ich heuerte auf einem Schiff an und wir segelten Richtung Amerika. Da ich nichts gelernt hatte, mußte ich als Putzfrau auf dem Schiff dienen. Zu meiner Demütigung mußte ich ein Kleid einer Putzfrau tragen, und die Matrosen pflegten es mich mit Bier zu bespucken und mit leeren Flaschen zu bewerfen. Jeden Tag mußte ich schrubben bis spät in die Nacht. Als ein Seemann mich während der Nacht anpinkelte, da beschloß ich : Ich wollte das Schiff Leck schlagen lassen, die gesamte Mannschaft sollte ersaufen. Also ging ich runter ins Schiff und holte eine Axt und schlug drauf los. Dabei kam mir in den Sinn :"Was ist, wenn ich selber ertrinke?" Doch da war es schon zu spät, der Schiffsbauch füllte sich schon mit Wasser.
Ich rannte aufs Heck und brüllte aus Leibeskräften nach Hilfe. Die Matrosen lachten und bewarfen mich mit einer toten Ratte. Sollen sie doch ersaufen, dachte ich mir, und ich ging aufs Rettungsboot und seilte es vom Schiff ab. Ich sah in einiger Entfernung Land und ruderte dahin. Mit Genugtuung sah ich, wie das Schiff sank und die Matrosen nach Hilfe riefen.
Endlich an der Insel angelangt, sah ich in weiter Ferne Rauch aufsteigen. Anscheinend eine Besiedlung, dachte ich mir. Ich ging los und nach einer kurzen Wanderung stand ich vor einer Baracke. Auf einem Schild stand : "Hier wohnt ein pensionierter Missionar." Ich klopfte an die Tür und ein älterer Mann kam heraus. Er sprach :"Seid willkommen auf dieser Insel, wollt ihr zum rechten Glauben übertreten? Sagt einfach ja und gebt mir vier Schilling. Denn ich bekomme hier nicht richtig Geld vom Staat, also meine Pension meine ich, und deswegen brauche ich Geld. Wobei ich mir hier vom Geld nichts kaufen kann, das ist schon schade. Die zahlen hier mit Muscheln und Korallen und so ´nem Zeug."
Ich fragte ihn, ob er etwas Wasser habe. Er ließ mich herein kommen und zu meinem Entsetzen konnte ich nur harte Getränke in seinem Regal finden : Whisky, Brandy und Rum. "Was trinken Sie denn, wenn Sie Durst haben?" fragte ich ihn. Er gab mir ein Glas Wasser aus einer Tonne und er sprach, daß sein Gehilfe Karsamstag ihm immer Wasser von den Eingeborenen bringe. Das seien Wilde, Kannibalen. "Karfreitag heißt das. Oder Ostersamstag. Aber Karsamstag gibt es nicht!" erwiderte ich. "DU wagst es mich zu belehren, ich, der ein erfahrener Missionar bin? Er ist gnädig, barmherzig und gerecht. Ich rufe, Ohh Gott, um zu Hilfe! Doch er hört mich nicht. Ohh, es klopft, das wird der Bote Gottes sein."
Tatsächlich klopfte es und ein schwarzer Mann kam in die Hütte eingetreten. "Ach, du schon wieder. Und ich dachte schon ein Engel kommt mich besuchen und bringt mir meine verdiente Rente. Und, bist du dem rechten Glauben übergetreten?" fragte der Alte. "Jawohl, mein Herr, Gott ist Gott und die Welt ist schön." sprach der Schwarze. "Denn so sehr hat Gott die schöne Welt geliebt, daß er seinen einzig gezeugten Sohn gab, heißt das, du Dummkopf!" sprach der Missionar ärgerlich. Der Schwarze lächelte und sagte :"Entschuldigung, Herr, darf ich etwas Seilhüpfen spielen?" Der Alte brummte vor sich hin und schaute mich an.
"Wollen Sie meinen Diener für vier Schilling mieten? Er kennt sich hier auf der Insel gut aus und kann Ihnen helfen eine Hütte zu bauen." Ich bejahte und sagte, daß ich eine helfende Hand gut gebrauchen könnte. Als ich ihm das Geld gab und die Hütte mit dem Diener verließ, fragte mich der alte Mann noch :" Und? Haben Sie nicht noch was vergessen?" Ich überlegte und mir fiel ein, was er meinen könnte :" Ja, ich bin zum richtigen Glauben übergetreten. Danke vielmals." Und ich verließ mit Karsamstag die Hütte.
Unterwegs trafen wir einen Mann in schickem Anzug, der uns ein Blatt entgegen hielt. "Raucht weniger Zigaretten! Es tut der Umwelt gut, stoppt den Klimawandel! Ihr UN-Sicherheitsberater dankt Ihnen!" Was ist denn ein UN-Sicherheitsberater, wollte ich von ihm wissen. "Der gehört einem Gremium an, welches sich mit der Welt und ihren Problemen beschäftigt." "Und wer ist alles in diesem Gremium?" wollte ich wissen. "ICH, Nomoa! Der alte Missionar war auch mal dabei, er hat aber nach einiger Zeit den UN-Sicherheitsrat als unwichtig empfunden und ist ausgetreten. Ich bin mir aber sicher, irgendwann, in ferner Zukunft werden da mehr Leute dabei sein. Also : Raucht keine Zigaretten, verschont die Welt mit dem Gequalme! Tschüß!" Und er ging wieder weg.
Genau, eine Zigarette, das wär´s doch jetzt. Ich fragte Karsamstag, ob hier irgendwo Tabak wächst. "Die Wilden haben feinen Tabak. Die nennen den "Pall Mall", auch genannt "Paar Mal", weil man davon einige Zigaretten paar mal hintereinander rauchen kann, so gut schmecken die.
Ich bekam zudem Hunger. Großen Hunger. Ich fragte Karsamstag, ob man hier nicht was zu essen hätte. Er rannte weg und kam später mit einem Bogen wieder. "Hier mein Herr, wenn ihr damit umgehen könnt, dann jagt ein Tier!" sprach er. Doch ich konnte damit nicht umgehen. Er nahm den Bogen und legte einen Pfeil auf. Er faßte ein Ziel ins Auge und ließ die Sehne los. Er traf ein Blatt von einem Baum genau in der Mitte. Na wunderbar, du kannst doch hervorragend mit dem Bogen schießen, jauchzte ich laut. "Ich kann aber nur Blätter treffen. Schaut, da ist ein Vogel, ich treffe ihn nicht!" Und tatsächlich, er verfehlte weit das Ziel. Ich überlegte : Man müßte an ein Tier ein Blatt befestigen, dann würde Karsamstag treffen. Doch wie soll man an einem wilden Tier ein Blatt fest machen?
Wie gerufen trafen wir einen kleinen Laden an der Küste. Er trug den Namen "Euro-Snack". Das schlimme aber war, das der Besitzer aus Mangel an Proviant fast verhungert war. Brot und Fleisch war ihm gänzlich ausgegangen, nicht eine Unze hatte er mehr davon, und das seit elf Tagen. Aber Rum besaß er noch sieben Fässer. "Bitte gebt mir Brot für Rum! Ich sterbe sonst!" Da fiel mir der UN-Sicherheitsberater ein und ich sagte dem Besitzer, warum er ihn nicht nach Hilfe frage. "Der hat mir ein Programm mit dem Namen ‚Öl für Lebensmittel‘ angeboten, ich habe aber nur Rum! Gebt mir was zu essen, auch wenn es nur eure eigenen Popel sind, egal, Hauptsache was zu essen!"
Die Wilden haben was zu essen, sprach Karsamstag, die besitzen wohl leckere Schlemmermenues und Whopper-Cheese Burger. Aber aus Menschenfleisch. "Bei meinem Hunger könnte ich auch zum Kannibalen werden!" sprach ich. "Die haben auch Essen für Vegetarier" erwiderte Karsamstag. Im Hintergrund hörten wir ein Knacksen und wir sahen, wie der Besitzer anfing seinen Laden aufzuessen. Ich wandte das Gesicht ab von diesem scheußlichen Anblick, mir wurde übel, und ich wäre fast ohnmächtig geworden, als die Natur das Durcheinander in meinem Magen regelte, und nachdem ich mich mit ungewöhnlicher Heftigkeit übergeben hatte, war mir ein wenig besser. Ich konnte aber nicht ertragen, auch nur noch einen Augenblick länger an diesem Ort zu bleiben und wir gingen schnell weg.
"Wo ist Moskau, wo ist Moskau?!" hörten wir einen Mann rufen. Als er uns erreichte fragte er uns wo die russische Stadt liege. "Ich habe es genauso wie Kolumbus gemacht. Der hat die Einwohner Indiens, die Indianer, gefunden, indem er Indien von der anderen Seite der Weltkugel erreicht hat. Statt nach Osten ist er nach Westen gesegelt. Da die Erde rund ist hat er Indien von der anderen Seite gefunden." Ich klärte ihn auf, daß Kolumbus nicht Indien sondern Amerika entdeckt hatte und das wir uns ebenfalls in Amerika befanden. "UHH, alles umsonst. Ich bin von Warschau losgezogen, über die Ostsee, die Nordsee, über den ATLANTIK! Dabei hätte ich es kürzer gehabt, wenn ich einfach nur nach Osten...nach Osten..." Und er fiel vor Erschöpfung um und blieb reglos liegen. Wir versuchten ihm zu helfen, doch er war so erschöpft, daß er liegen blieb. Wir konnten ihm nicht helfen und gingen weiter. Zu den Kannibalen, die waren jetzt für mich richtig interessant geworden (wegen Wasser, Zigaretten und ihren vegetarischen Leckereien).
Nach einer Weile zog mich Karsamstag zur Seite und flüsterte mir ins Ohr :"Vorsicht, Herr, da drüben ist die Siedlung der Kannibalen. Wir dürfen uns ihnen nur vorsichtig nähern, die fressen uns sonst auf!" Langsam und mit Bedacht gingen wir weiter, doch anstatt einer großen Meute zu begegnen sahen wir einen Mann mit einem dicken Bauch auf einer Matte liegen. Wir gingen zu ihm und weckten ihn. Wir fragten ihn wo zu es was zu essen gäbe. "Ich habe alle aufgegessen, den ganzen Stamm, mit Mann und Maus. Laßt mich bitte ruhen, mein Magen ist so voll!" Wir erfuhren noch, daß er Kannibal Lecter heiße und hinten in einem Faß sei noch etwas für einen vegetarischen Burger. Wir gingen zu diesem Faß und machten uns schnell etwas zu essen.
Ich ging noch mal zu dem Wilden und fragte ihn nach Tabak. "Laßt mich...laßt mich schlafen...da unter...unter dem Mangobaum ist noch etwas Tabak. Und geht jetzt." Wir gingen zum Mangobaum, da saß in einem Versteck ein junger Mann. Als er uns sah, fing er an mit den Armen wild zu rudern und er flehte :"Bitte, laßt mich leben und eßt mich nicht auf! Ich bin ungenießbar" Wir versicherten ihm, daß wir nicht vorhaben ihn aufzuessen, schließlich sind wir keine Wilden. Wir wollten nur Tabak. "Den habe ich aufgegessen, deswegen bin ich ja ungenießbar. Eßt mich nicht, ihr würdet euch vergiften!" Entnervt und enttäuscht gingen wir wieder weg.
"So, Karsamstag, laß uns auf eine einsame Insel schwimmen, hier in diesem Eiland sind mir viel zu viel Menschen. Schließlich bin ich Robinson Crusoe und pflege es auf einsamen Inseln zu leben. Nur du sollst neben mir auf dieser Insel sein." sprach ich zu Karsamstag. Dieser sagte aber, zur nächsten Insel sei es weit weg, da könne man nicht hinschwimmen. "Dann benutze ich dich als Boot!" sagte ich ihm. "Das schaffe ich aber nicht. Am besten, wir nehmen ein Boot von den Kannibalen. Die sind ja jetzt alle aufgegessen. Und der, der noch lebt, schläft jetzt. Und der im Versteck rührt sich auch nicht von der Stelle."
Also gingen wir zu der Küste und siehe da, die Boote waren noch da. Wir bestiegen eins und ruderten Richtung Westen. Wir segelten viele Meilen und immer wenn wir eine Insel sahen, fragte mich Karsamstag, ob wir dahin rudern sollten. "Nein, die Insel ist mir nicht weit genug weg, sie ist nicht entlegen genug. Rudern wir weiter!" sprach ich.
Auf einmal kam ein Papagei zu uns geflogen und stellte sich als "TUI-Ara" vor. Er gehöre einer Reisegesellschaft an und sorge dafür, daß den Reisenden nicht zu langweilig werde. Da wir ihn nicht fortjagen wollten erlaubten wir ihn uns zu unterhalten während wir ruderten. Er erzählte die Geschichte von Vasco Nunez, der 1513 den Pazifik entdeckte. Und nach jedem zweiten Satz sagte er :"Reisen Sie mit TUI und es geht Ihnen gut. Erleben Sie mit uns die Welt, denn das macht Mut!" Nachdem er mit seiner Geschichte fertig war listete er uns Übernachtungsmöglichkeiten und Geschäfte in der Gegend auf.
"Wo ist es einsam und verlassen, wo ist kein Mensch?" fragte ich. Der Papagei überlegte kurz und sagte :"Da hinten, wo der Rauch aufsteigt, die Insel ist verlassen!" Und er flog lachend von dannen. Wir ruderten auf die Insel mit den Rauschschwaden zu und nach einer halben Stunde legten wir an. Doch statt geruhsamer Einsamkeit wurden wir von Mädchen in Hawaiiröcken begrüßt und ein Mann spielte auf einer Gitarre. "Na ist doch klar, wenn hier Rauchschwaden sind, dann ist hier auch Feuer und dann sind hier auch Menschen." stöhnte ich und schlug Karsamstag zur Strafe, daß er nicht darauf gekommen war.
"WO IST EINE EINSAME INSEL ?!? ICH BIN DER GROßE ROBINSON CRUSOE!!!" rief ich laut und der Mann mit der Gitarre hörte auf zu spielen und schaute deprimiert auf den Boden. Die Frauen hörten auf zu tanzen und rannten weg. Auf einmal verdunkelte sich der Himmel mit schwarzen Wolken und ein Vogelschwarm flog über uns mit krächzenden Schreien. Der Mann fragte uns, ob wir wirklich auf eine einsame Insel wollen. Eine Insel, wo wir etwa 28 Jahre ganz alleine bleiben müßten und dann erst von Piraten gerettet werden. Ja, sagte ich, genau so eine Insel suchen wir. Der Mann packte seine Gitarre weg und begann folgende Rede:
"Das Leben kann doch so schön sein in bunter Gesellschaft. Wir lieben es umarmt und angefaßt zu werden. Und eine fröhliche Runde kann doch so schöne Emotionen bei uns auswirken, oder? Ist es nicht gerade berauschend auf einer Straße zu laufen, wo uns viele Menschen zuwinken, uns zujubeln und uns mit Löwenzahn bewerfen? An was denkt der Barde wenn er das rappelvolle mit Tentakeln bevölkerte Stadion betritt? Welche Gefühle hat ein Formeleinsreiter vor dem alles entscheidenden Rennen im Ochsenzirkus? Wer besänftigt die rasende Banane? MASSE!! JUBEL!! RAUSCH!! PUBLIKUM!!" Der Mann stand jetzt auf seiner Gitarre und hob beide Hände in die Luft.
Ich versicherte ihm aber, daß unser Beschluß fest stehe und nur die große Stille und Einsamkeit unser Wohl sei. Sichtlich enttäuscht zeigte er mit einem Finger ins Meer und sagte uns, daß es solch eine einsame Insel gebe wo kein Mensch lebe. Sie heiße Paumihaa und liege weit im Meer. Ich stellte Karsamstag neben dem Mann und mein Gehilfe sollte genauso wie er die Hand mit dem Zeigefinger ausstrecken. Dann schob ich Karsamstag vorsichtig in unser Boot und er mußte mit dem ausgestreckten Finger mir den Weg weisen. Nach drei Stunden erreichten wir schließlich diese schöne Insel.
Ich ging die Küste entlang und brüllte aus Leibeskräften. Und niemand da, es war phantastisch! Die Insel war auch recht klein, nach einer halben Stunde haben wir die Insel umrundet gehabt. Ich ließ mich in den Sand fallen und begann zu träumen. Von einer eigenen Hütte, einem eigenen Garten und einer gemütlichen Hängematte.
Wir begannen dann auch mit dem Bau einer Hütte. Wir suchten scharfe Steine, mit denen wir zwei Beile bauten. Und dann fällten wir einige Bäume und bearbeiteten das Holz. Das hatte viel Zeit in Anspruch genommen und schließlich wurde es dunkel. Wir legten uns unter einen Baum im Wald und schliefen ein. Doch nach einer Zeit wachte ich auf. Da war die ganze Zeit ein Rascheln. Wenn man nicht genau hinhörte, dann hörte sich das an wie das Rascheln der Blätter. Doch hörte man genau hin, so hörte man Stimmen, die sprachen. Ich weckte sofort Karsamstag auf und fragte ihn, ob er auch was höre. "Ja, Herr, da spricht die ganze Zeit einer." Doch was, wird der Leser sich jetzt fragen. Es war folgendes :
"Wir machen euch fertig, wir werden so viel und so lange erzählen, bis ihr wahnsinnig werdet und unsere Insel verlaßt. Bruno und Hildegart habt ihr schon gefällt, außerdem auch noch Theo und Marianne. Das werdet ihr mit einer Psychose bezahlen. WIR MACHEN EUCH FERTIG!! Rattarbatardei! Barakudschinei!! Alpharomeotrans! Rabarbarrabarbarrabarbar!"
Wir begriffen schließlich : Die Bäume waren es, die sprachen. Auf einmal hörten wir von allen Seiten ein Gemurmel und Geflüster. Wir standen auf und rannten aus dem Wald. Doch am Strand hörten wir auch Stimmen. Die Steine dort sprachen : "Ihr habt aus Stefan und Thomas Beile gemacht, dafür werden die büßen! Wir werden euch fertig machen! Rabarbardarbar! Protomotheotonus! Zirkukakukino!" Wir rannten zu unseren Booten, doch auch die sprachen auf einmal :"Na, ihr? Wollt ihr tatsächlich mit uns wegrudern? Was ist, wenn wir auf einmal keinen Bock mehr haben und untergehen? HAHAHA!!" Sind wir auf einmal irre geworden und bildeten uns das alles nur ein? Doch Karsamstag hörte genau die selben Stimmen wie ich.
"Los, laß uns losrudern, wir müssen diesen verhexten Ort unbedingt verlassen!" rief ich zu meinem Diener und wir ruderten schnell weg. Als wir mitten im Meer waren, sagte ich zu Karsamstag, er solle aufhören zu rudern. "Ich will die Stille und die Einsamkeit in dieser verrückten Gegend genießen." sprach ich. Ich legte mich hin und schlief ein, schließlich war es mitten in der Nacht.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fand ich uns zu meiner Überraschung an der Insel wieder wo ich Karsamstag kennenlernte. Am Boot stand der alte Missionar und fragte uns ob wir nicht bei ihm bleiben wollten. Er sprach :" Das Leben kann doch so schön sein in lustiger Gesellschaft!" Na gut, sagte ich entrüstet, ich gebe es auf.
Ein Leben in völliger Abschottung ist hier nicht so einfach zu finden. Außerdem habe ich nicht den richtigen Gehilfen. Freitag muß der heißen, nicht Karsamstag. Vielleicht bin ich ja gar nicht der richtige Robinson Crusoe. Oder das Buch von dem Schriftsteller Daniel Defoe ist Quatsch, alles erstunken und erlogen. Jedenfalls lebe ich jetzt beim alten Missionar und tue genau das was ich kann, es ist das einzigste Talent, was ich besitze : Das Putzen!