Dovers World
  Jukebox
 

 

Christian(freundlich):
„Hi Leute, heute Abend ist wieder die Jukebox auf StarFM für euch angeschaltet. Tino ist leider krank, ich ersetze ihn heute. Ihr könnt anrufen und das Musikprogramm bestimmen. Ich habe da auch schon einen an der Leitung. Oskar, richtig?“
 
Oskar(lacht):
„Ficken. Ich will ficken, hehe.“
 
Christian(verwundert):
„Wie bitte?“
 
Oskar:
„Toll, daß ich mich endlich mal im Radio hören kann, ich nehme es auch gerade auf Kassette auf. Ficken, ficken, ficken, hahaha, ficken, ficken...“
 
Christian legt auf.
 
Christian(irritiert):
„Ähem, ja, also ruft an und wünscht euch was schönes. Wen habe ich jetzt am Apparat?“
 
Susanne:
„Ich finde den Berliner Rundfunk viel besser als euch. Ihr spielt doch immer den selben Schrott, keine ABBA-Songs, keine Sarah Brightman, keine Kelly Family, keine...“
 
Christian legt wieder auf.
 
Christian:
„Mannomann, heute ist ja was los hier. Ich lege mal am besten ein Lied auf, ihr könnt anrufen unter der StarFM-Hotline 231 00 771. Bis gleich!“
 
Es kommt das Lied „Learn to fly“ von den Foo fighters.
 
Christian:
„So, wen darf ich jetzt begrüßen?“
 
Helmut(pathetisch):
„Ich bin Helmut. Helmut Stark. Ein deutscher Name, nicht so wie StarFM. Das ist doch amerikanisch, die haben gegen uns im Krieg gekämpft. Deutschland ist mein Vaterland, es ist so stolz und rein, Deutschland ist mein Vaterland, ich breche dem Ami das Bein, Deutschland ist mein Vaterland...“
 
Christian legt auf.
 
Christian(verunsichert):
„Ähhem, also hier ist Christian und ich würde mich freuen wenn jetzt ein richtiger StarFM-Hörer, ein richtiger Rocker mal anrufen würde. Wen habe ich jetzt?“
 
Daniela:
„Hi Christian, ist ja schrecklich, wer da immer anruft. Das hast du und deine Sendung nicht verdient. Ich würde mir gerne ein Lied wünschen, richtigen Maximum-Rock!“
 
Christian(glücklich):
„Toll, freut mich, daß endlich jemand Vernünftiges hier anruft. Was ist heute nur los? Was wünscht du dir denn für ein Lied?“
 
Daniela:
„Ich wollte mir erst das Lied „Blurry“ von Puddle of mudd wünschen.“
 
Christian:
„Ist doch ein toller Song, warum nicht?“
 
Daniela:
„Ich liebe dieses Lied ja nur, weil der Sänger in dem Video mit dem Jungen in ein Haus geht, wo eine amerikanische Flagge hängt. Es wäre besser wenn du gleich die amerikanische Hymne spielen würdest.“
 
Christian(verwundert):
„Du...du...willst die amerikanische Hymne hören? Warum denn, das ist doch gar kein Rock?“
 
Daniela:
„Doch, das rockt, ich will die hören. Die Amerikaner machen es uns doch vor, man kann die Probleme der Welt mit militärischen Mitteln lösen. Was kann denn der sympathische Bush dafür, das die dummen Araber dauernd Selbstmordattentate machen? Haben wir Deutsche das nach dem zweiten Weltkrieg gemacht? Immer rennen diese pseudointellektuellen Studenten auf die Straße, wenn es darum geht gegen Amerika zu demonstrieren. Sind die auch auf die Straße gegangen 1968 beim Prager Frühling? Oder als die Russen in Afghanistan 1979 einmarschiert sind hat hier auch kein Hahn gekräht. Die meisten Deutschen hier wissen noch nicht mal, daß 1979 da was war. Diese scheiß Hippies mit ihrem Flowerpower-Dreck, mit Gewalt muß man Probleme lösen, das geht schneller und...“
 
Christian legt auf.
 
Christian:
„Puhh, also jetzt ist Richard dran. Bitte enttäusche mich nicht, du wünscht dir doch sicherlich einen guten Rocksong.“
 
Richard:
„Nö, ich bin in Wirklichkeit Oskar, hehe. Ficken, ficken, ficken, hahaha, ficken, ficken...“
 
Christian legt wieder auf.
 
Christian:
„Also, ähhem, dann wünsche ich mir den Song „Why can´t this be love“ von van Halen. Mannomann.“
 
Es kommt das Lied von van Halen.
 
Christian:
„So, ich habe jetzt den Max.“
 
Max(ernst):
„Ich finde es voll scheiße, daß ich so unbekannt bin. Warum soll ich mir ein Lied wünschen von einer Gruppe, die schon den Sprung nach oben geschafft hat? Ich wünsche mir ein Lied von mir!“
 
Christian:
„Was...was ist das für ein Lied?“
 
Max:
„‘Annemaries Baby‘ heißt der Song.“
 
Christian:
„Ähh, ich habe aber dein Lied hier nicht.“
 
Max:
„Toller Sender! Spielt meinetwegen den ganzen Tag Robbie Williams und Linkinpark und sowas. Leute, die es überhaupt nicht interessiert, wo sie gespielt werden, weil sie auf dem ganzen Globus eh rund um die Uhr zu hören sind. Dieser Penner Williams, die schönsten Schauspielerinnen wollen ein Date mit ihm, und der nimmt da Tabletten und hat Depressionen, das soll mal einer verstehen, oder diese Trantüte Kravitz, der tut einen auf Hendrix, der soll erst mal...“
 
Christian legt auf.
 
Christian(gereizt):
„So, mir reicht es auch langsam. Wenn jetzt der nächste sich wieder nicht zu benehmen weiß, dann müssen wir Schluß machen, dann kommt die Sendung „Rushhour“ wo WIR die Musik auswählen. Menschmeier, das gibt es doch nicht. Wer ist jetzt dran?“
 
Sarah:
„Ich wünsche mir von Linkinpark das Lied ‚Breaking a habbit‘. Dem Max zeigen wir es jetzt, nicht wahr, Christian?“
 
Christian:
„Na toll, endlich ruft mal kein Störenfried an. Warum wünscht du dir dieses Lied von Linkenpark?“
 
Sarah:
„Ich will eine Gewohnheit brechen, seit dieser Sendung rufen doch nur Idioten an.“
 
Christian:
„Freut mich zu hören, ich mache mal das Lied an.
 
Es kommt das Lied von Linkinpark.
 
Christian:
„So, wer will sich jetzt was wünschen?“
 
Sarah:
„Ich wünsche mir von dem hübschen Robbie Williams das Lied...“
 
Christian:
„Ne, Sarah, das geht jetzt nicht. Du mußt die Leitung frei machen, jetzt ist ein anderer dran.“
 
Sarah:
„Willst du wieder mit Oskar reden? Oder mit Helmut Stark? Laß mich doch dranbleiben, dann wirst du auch nicht mehr verarscht. Es wäre sowieso toll, wenn ich immer sagen könnte, was gespielt werden soll. Ihr solltet die Sendung „Sarah´s Jukebox“ nennen, ich verspreche dir, ich wünsche mir keine Schlager oder Hymnen irgendwelcher Länder, nur Maximum-Rock!“
 
Christian:
„Das verstößt aber gegen die Spielregeln, sei mir nicht böse. Ich bekomme Ärger von meinem Chef und...“
 
Sarah legt auf.
 
Christian:
„Eine etwas verüngluckte, ähh, verunglückte Sendung heute. Wer ist jetzt am Apparat?“
 
Oskar:
„Hier ist Ficken, hehe. Ficken, ich will ficken, ficken, ich will ficken, ficken, hahaha, ficken...“
 
Christian legt auf.
 
Christian:
„Also, vielleicht sollten wir die Jukebox aus dem Programm streichen. Aber hören diesen Sender nur Idioten? Ich dachte wir haben eine gute Hörerschaft, das fasse ich nicht. Wer ist jetzt an der Leitung?“
 
Idiot:
„Idiot.“
 
Christian(brüllt):
„DAS GIBT ES DOCH NICHT!! WIESO RUFEN HIER NUR...“
 
Idiot:
„...Idioten an. Ich heiße Idiot, dafür kann ich doch nichts. Meine Mutter hatte den Einfall, mein Vater wollte mich lieber Schwächling nennen. Es sind die besten Menschen in meinem Leben, keiner hat mir so viel Aufmerksamkeit und Liebe geschenkt wie die beiden. Ich wünsche mir den Song „Mama“ von Genesis und danach den Song „Papa was a rolling stone“ von den Temptations.“
 
Christian:
„(stöhn) na gut, wir spielen den Song „Mama“ von Genesis. Aber nur den, jeder Hörer kann sich nur EINEN Song wünschen. Wie bist du damit umgegangen von deinen Freunden Idiot genannt zu werden?“
 
Idiot:
„Es war toll, es war auch für meine Freunde gut. Normalerweise durften sie das Wort ‚Idiot‘ zu Hause nicht aussprechen, aber wenn es um mich ging durften sie es. Deswegen sind sie mir bis heute noch dankbar.“
 
Christian:
„Wie ist es, wenn du jemanden kennen lernst? Wundern die Leute sich denn nicht?“
 
Idiot:
„Doch, sie haben viel Mitleid mit mir und sind von Anfang an mitfühlend und sehr freundlich. Was sie gar nicht sein müßten, ich habe einen einerseits sehr selten Namen andererseits ist es ja ein sehr geläufiges und häufig gebrauchtes Wort. Ich finde auch Greenday gut, die einen Song mit dem Titel „American idiot“ gemacht haben. Idiot ist überall vertreten, mein Name wird im Berliner Alltag dauernd gebraucht.“
 
Christian:
„Ich verstehe das zwar nicht ganz, aber ich spiele jetzt „Mama“ von Genesis, Idiot.“
 
Idiot(ärgerlich):
„Hey, ich zeige dich an! Du kannst mich doch nicht einfach Idiot nennen!“
 
Christian:
„Du heißt doch aber so, denke ich.“
 
Idiot:
„Du mußt ‚lieber Idiot‘ sagen, oder ‚guter Idiot‘. Wenn einer Ficker mit Nachnamen heißen würde, dann..“
 
Christian(unterbricht):
„Genau, wie heißt du eigentlich mit Nachnamen?“
 
Idiot:
„Voll. Idiot Voll.“
 
Christian:
„Vollidiot?“
 
Idiot:
„HEY! Warum nennst du mich Vollidiot? Ich zeige dich an!“
 
Christian legt auf und spielt den Song „Mama“ von Genesis.
 
Christian:
„So, wer ist jetzt dran?“
 
Oskar:
„Idiot, Idiot, Ficker, Ficker, hahahaha, Idiot, Idiot...“
 
Christian legt auf.
 
Christian(verunsichert):
„Ähh, Ich habe eine Email bekommen, ihr könnt mir natürlich auch auf jukebox@starfm.de eine Email schicken. So, ich lese mal vor:
„Hi ich bin der Erwin, ich wünsche mir „friday I ´m in love“ von the cure, aber nur wenn dein Nachname mit einem Vokal beginnt, dies hat aber nur Bedeutung, wenn du im Kindergarten dich als Räuber Hotzenplotz verkleidet hast und dabei an einem Sonntag zur Kirche gegangen bist, welchenfalls du deine Jacke, falls sie nicht rot sein sollte, auf die Stuhllehne deines Nachbarn gelegt hast und im Falle, daß dein Nachname mit einem Konsonanten beginnt, aber nur, wenn deine Freundin ein grünes Kopftuch trägt, sie aber nicht dem islamischen Glauben beigetreten ist...ist...ist...naja, egal, wen haben wir jetzt in der Leitung?“
 
David(freundlich):
„Hallo, ich bin der David. Und ich wünsche mir von den Potsdamern Sängerknaben das Lied „Oh du fröhliche“.“
 
Christian(genervt):
„(stöhn) das ist doch aber kein Rock.“
 
David:
„Dann nicht, dann wünsche ich dir noch einen schönen und gelungenen Abend. Auf Wiederhören!“
 
Christian:
„Mannomann, wer will jetzt wieder was?“
 
Malik:
„Hallo, ich bin Malik, ich bin Türke und finde es nicht gut, daß euer Sender eine Plattform für Rechtsradikale ist.“
 
Christian:
„WAS denn? Meinst du etwa den Helmut? DAFÜR KANN ICH doch nichts, MANN! Ich habe ihn doch aus der Leitung geworfen!“
 
Malik:
„Aber er konnte ein rechtsradikales Lied singen. Macht ihr Maximum-Rock?“
 
Christian:
„(stöhn) Ja.“
 
Malik:
„Ist die Zeile ‚Deutschland ist mein Vaterland‘ aus einem Rocksong? Soll das Maximum-Rock sein?“
 
Christian:
„NEIN! Ich wünschte auch, er hätte nicht hier angerufen.“
 
Malik:
„Das hat er aber getan, es besteht auch die Möglichkeit, daß das ein Mitarbeiter von euch ist, ihr habt euch abgesprochen um eure türkischen Mitbürger zu...“
 
Christian legt auf.
 
Christian:
„Ist Berlin VERRÜCKT GEWORDEN?? RUFEN HIER NUR SCHWACHKÖPFE AN? ES REICHT MIR! Ich bin für die Sendung ‚from hell‘ gerade in Stimmung gekommen. Wer ist jetzt in der Leitung?“
 
Michaela:
„Ich will ein Lied von George Clooney!“
 
Christian:
„Macht der Musik? Das wußte ich noch gar nicht.“
 
Michaela:
„Ne, aber ihr habt doch einen Computer, oder?“
 
Christian(genervt):
„Ja, verdammt noch mal, was hat das damit zu tun? Herrjemine.“
 
Michaela:
„Mein Freund sagt, heute kann man alles mit Computern machen. Nimm den Song „Clocks“ von Coldplay und klicke da Clooney an, der ist voll süß.“
 
Christian:
„Hää? Was soll ich denn da anklicken?“
 
Michaela:
„Ihr habt doch bestimmt ein Programm wo man das anklicken kann. Oder kannst du „Purple haze“ anklicken?“
 
Christian:
„Mannomann, ja gut, dann hören wir jetzt den Song von Jimi Hendrix, Purple...“
 
Michaela:
„Nein, mein Georgie-boy soll den singen. Du mußt das doch nur anklicken, ist doch ganz einfach. Klicken kann ich auch.“
 
Christian legt auf. Man kann richtig hören wie er den Hörer auf die Gabel haut.
 
Christian(brüllt):
„WER IST JETZT DRAN?“
 
Oskar:
„hehe, hi, hier ist Oskar. Klicken, klicken, klicken, hehe, klicken, klicken.“
 
Christian:
„ICH WEISS, FICKEN, FICKEN, FICKEN, FICKEN...“
 
Es kommt der Chef von StarFM ins Studio.
 
Chef:
„Sag mal, Christian, was ist denn mit dir los? WAS SOLL DAS DENN? DU bist ge-kündigt, mein Freund.“
 
Christian:
„Okay, okay, jetzt gehe du mal ans Mikrofon, mach du die Sendung, Du wirst ja schon sehen, was los ist.“
 
Der Chef setzt sich zu Christian.
 
Chef(freundlich):
„Wenn dürfen wir zu dieser schönen Abendstunde begrüßen?“
 
Oskar:
„Hier ist Oskar, hehe.“
 
Christian lehnt sich zurück und lächelt den Chef an.
 
Christian(lachend):
„So, mein lieber Chef, jetzt erwartet dich was. Viel Spaß mit Oskar, hehe.“
 
Oskar:
„Ich wünsche mir von der Band P.O.D., payable on death, das Lied „Alive“. Ich habe im August jeden Tag dieses Lied auf der Straße gesungen, die Leute haben sich schon umgedreht, aber das war mir egal. (singt) ‚I feel so alive for the very first time...‘“
 
Chef(singt):
„I think I can fly.“
 
Oskar:
„Genau, dieses Lied hat mir die beste Laune beschert. Und im August bin ich dann mit Sabine zusammen gekommen, wir hören jeden Tag StarFM und...“
 
Chef:
„...natürlich die Jukebox.“
 
Oskar:
„Richtig. Ich gehe auch auf das Konzert von P.O.D, ich freue mich schon.“
 
Christian(irritiert):
„Willst...willst du nicht lieber ficken?“
 
Oskar:
„Ähm, was soll das jetzt? Ist der neu bei euch?“
 
Chef:
„Das ist Christian, er wird aller Voraussicht nach heute noch gekündigt. Also viel Spaß dann bei dem Konzert und jetzt dein Song.“
 
Es kommt das Lied von P.O.D.
 
Christian:
„Na, gut, lieber Chef, was sagst du zu dieser Email von einem gewissen Erwin? Der will uns doch nur verarschen! Hier.“
 
Chef:
„Moment...(liest)...dein Nachname beginnt mit einem Konsonanten, trägt deine Freundin ein grünes Kopftuch?“
 
Christian:
„ähh, manchmal, aber das ist doch irrelevant, der will uns doch nur verarschen, der will...“
 
Chef:
„Gehört deine Freundin dem islamischen Glauben an?“
 
Christian:
„Nein.“
 
Chef:
„Dann ist doch alles sonnenklar, was gibt es denn da nicht zu verstehen? Wir spielen jetzt den Wunsch von Erwin, „I still remember“ von Madonna.“
 
Christian:
„HA, da hast du es! Das ist gar kein Rocksong, der will uns nur ärgern.“
 
Chef:
„Erwin wird sich bestimmt verschrieben haben, er meint natürlich die Band Blocparty.“
 
Es kommt das Lied “I still remember“ von Blocparty.
 
Chef:
„Und wen dürfen wir jetzt in diesen glücklichen Abendstunden begrüßen?“
 
Helga:
„Hi, heute ist Weltfriedenstag und da dachte ich, daß das Lied „Love and Happiness“ passend wäre. Die letzten Stunden der Despoten haben angeschlagen und Diktaturen wie vor über 60 Jahren wird es in unserer modernen Zivilisation nicht mehr geben.“
 
Chef:
„Der mächtigste Mann der Welt ist aber ein Diktator.“
 
Christian:
„Nein, lieber Chef, das ist Daniela oder eine Freundin und gleichgesinnte von ihr. Sie meint mit den letzten Stunden der Despoten solche wie die Hinrichtung von Saddam Hussein. Sie wollte vorhin die amerikanische Hymne...“
 
Helga(unterbricht):
„Ich soll die Hymne der Verräter des wahren Glaubens hören? Doch ich bin mir sicher, auch in Amerika gibt es viele friedliebende Menschen, es wird immer weniger Gewalt auf unserer Erde geben, so etwas wie den Irakkrieg wird es nicht mehr geben, ich bin da ganz optimistisch.“
 
Chef:
„Na gut, dann lege ich jetzt „Love and Happiness“ auf. Welche Version soll ich denn spielen?“
 
Helga:
„Bitte die von „Graham Central Station“. Eins möchte ich noch hinzufügen.“
 
Chef:
„Und das wäre, liebe Helga?“
 
Helga:
„Der Christian hätte vorhin beinahe die amerikanische Hymne aufgelegt. Das ist nicht gut, denn diese Hymne steht zur Zeit eben nicht für Frieden und Menschenrechte. Ich hoffe, das passiert euch nicht noch mal.“
 
Chef(entsetzt):
„Uiuiui, das wußte ich nicht. Ich bin ja erst später dazu gekommen, nächste Woche wird ja auch wieder Tino diese Sendung moderieren. Christian ist neu bei uns, scheint aber für eine Radiosendung völlig untauglich zu sein.“
 
Christian:
„Was...was ist das nur für eine Sendung heute.“
 
Es kommt das Lied „Love and Happiness“.
 
Chef:
„Jetzt lese ich mal eine Email vor, die uns der Peter geschickt hat.
‚Ich wünsche mir das Lied ‚don´t forget to catch me‘ von den Bandits. Ich grüße damit die ganze Hörerschaft von StarFM, insbesondere Oskar, Malik, Helmut und Susanne. So ein tolles Publikum hat einen guten Moderator der Jukebox verdient, nicht so einen wie Christian. Er will ABBA-Songs auflegen, beleidigt unsere türkischen Mitbürger, brüllt das Wort ‚Ficken‘ ins Mikrofon und kann noch nicht mal einen Song auf dem Computer anklicken. Er ist völlig überfordert mit dieser Arbeit, ich freue mich schon, wenn Tino wieder gesund ist. Ich freue mich auch schon morgen auf den „Breakfast Club“, eure Morgensendung. Euer Peter.‘
Na super, dann hören wir jetzt das Lied von den Bandits. Und, lieber Hörer, macht euch keine Sorgen, Christian wird nie mehr hier eine Sendung moderieren. Bis gleich.“
 
Es kommt das Lied von den Bandits. Währenddessen unterhalten sich der Chef und Christian.
 
Chef:
„Das wird teuer werden, Christian, selbstverständlich mußt du eine Strafe zahlen. Oder diese abarbeiten.“
 
Christian:
„Ich will aber keine Sendung mehr moderieren.“
 
Chef:
„Nein, ich bin auf eine andere Idee gekommen. Was du kannst, ist ja stören, schlecht argumentieren und Leute ärgern. Du wirst ab morgen in unserer Telefonzelle sitzen und die anderen Berliner Radiosender terrorisieren. Ruf an und sage einfach das Wort ‚Ficken‘ ununterbrochen, oder singe ein rechtsradikales Lied, mache die Sachen, die du hier gemacht hast.“
 
Christian geht frustriert nach Hause. Er öffnet seinen Briefkasten und findet darin einen Brief. Vom ‚Flicken ohne ‚l‘ Club‘.
 
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