Moderator:
„Ich begrüße Sie recht herzlich zu unserer heutigen Ausgabe der Sendung „Terra“. Wir haben heute Erwin Strauch zu Gast. Das Thema heute lautet :‘Kometen, Asteroiden und Meteoriten.‘.“
Strauch:
„Ich nenne sie die unheimlichen Vagabunden.“
Moderator:
„Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, daß ein Meteorit unsere Erde trifft?“
Strauch:
„Ich habe gestern ausgerechnet, daß der Meteorit ‚Sponeman‘ unsere Erde in 34 Tage trifft. Er wird in den Pazifik landen, wodurch gewaltige Tsunamis entstehen. Es wird zu einer Sintflut wie in der Bibel kommen, es sterben alle Menschen.“
Moderator(verwundert):
„Und...und das sagen Sie so ganz locker?“
Strauch:
„Ja, ich werde es ja auch überleben. Ich kann dann in die Geschäfte gehen wo niemand mehr ist und mich eindecken mit neuem Fernseher, neuer Musikanlage, neuer...“
Moderator(unterbricht):
„Wieso glauben Sie, daß Sie es überleben werden?“
Strauch:
„Man muß sich einfach nur ein paar Tage im Keller verstecken, das geht schon. Es sterben so viele Menschen, weil mir keiner glaubt. Die Leute gehen einfach weiter zur Arbeit.“
Moderator:
„Aber wenn Sie es herausgefunden haben, dann müssen das doch auch die ESA oder die NASA wissen.“
Strauch:
„Die behalten das schön für sich. Die träumen von einem NASA-Imperium nach der Sintflut. Nach der Katastrophe kriechen sie alle aus ihren Löchern und bilden eine Notstandsregierung.“
Moderator:
„Aber jetzt wissen es doch die Menschen, Sie haben es jetzt gesagt.“
Strauch:
„Mir glaubt aber keiner. Das kann man auch mathematisch berechnen. Die Chance, daß die Menschen mir glauben kann man mit folgendem Quotienten herleiten : Die Anzahl der rosagrünen Unterhosen für Zwillinge auf unserer Welt geteilt durch die Dummheit der Menschen.“
Moderator:
„Wie kann man sich denn einen Meteoriten vorstellen?“
Strauch:
„Der Meteorit wird begleitet von einer gewaltigen Druckwelle. Direkt hinter dem Meteoriten ist ein Vakuumkanal und dahinter dann eine Plasmaschicht.“
Moderator:
„Also ich werde gleich nach der Sendung bei einem Magazin, am besten „Spiegel“ oder die „Zeit“ anrufen und die sollen die Menschen warnen.“
Strauch:
„NEIN, das werden Sie nicht tun. Ich will, daß die Menschheit deutlich reduziert wird, die Natur muß sich von uns erst mal wieder erholen. Außerdem will ich schön shoppen gehen. Einen neuen Fernseher, eine neue Musikanlage...“
Moderator(unterbricht):
„Ich werde da aber anrufen!“
Strauch:
„Hey, Sie klauen mir meine Idee, ich habe das Copyright auf diese Sintflut, ich bin selber darauf gekommen. Vielleicht ist die NASA doch nicht darauf gekommen, vielleicht bin ich der einzigste, der sich an dem Tag X im Keller versteckt.“
Moderator:
„Wir sind zwar auf Sendung, aber ich rufe trotzdem jetzt die Auskunft an. Die sollen mir die Nummer des Magazins ‚Spiegel‘ geben. Es geht schließlich um die Menschheit.“
Der Moderator nimmt sein Handy und wählt.
Strauch(zufrieden):
„Die ganzen Straßen sind leer geräumt, ich kann mir einfach alles nehmen was ich sehe. Ich werde dann in die Freiheitsstatue in New York einziehen, ich könnte einfach so zum Flughafen gehen und mit einem Flieger dahin fliegen.“
Moderator(telefoniert):
„Ja, hallo, bitte geben Sie mir die Nummer des Magazins Spiegel.“
Strauch:
„Durch den Rückfeder-Effekt des Meteoriten wird die Erdkruste angehoben. Es entstehen so neue Gebirge. Ich würde mir eine Photokamera aus einem Laden nehmen und diese Berge photographieren. Dann würde ich die Chinesische Mauer mir ansehen, ich könnte da ohne Strafe zu zahlen Grafittis an die Mauer sprayen. Ich könnte den häßlichen Fernsehturm hier in Berlin in die Luft jagen, und ich könnte mir den Schmuck aus dem ägyptischen Museum einfach so mitnehmen.“
Moderator(telefoniert):
„Vielen Dank.“
Strauch:
„Ich würde mir Roboter bauen, die würden für mich die Fußball WM spielen. Und die sollen für mich arbeiten. Meine Frau würde mit mir ja die Sintflut überleben. Vielleicht sollte ich es wie Noah in der Bibel machen. Von jedem Tier zwei Exemplare in meinen Keller verstecken.“
Moderator(telefoniert):
„Guten Tag, spreche ich da mit dem Spiegel? Es ist sehr wichtig es geht...“
Strauch(unterbricht):
„Was...was machen Sie da? Telefonieren Sie etwa gerade mit dem Spiegel?“
Moderator:
„Ja, wollen Sie mit dem Magazin mal sprechen?“
Der Moderator gibt das Handy Herrn Strauch.
Strauch(telefoniert):
„Hallo? Die Welt geht in 34 Tagen unter, glauben Sie mir? Nein? Ok, tschüß.“
Herr Strauch gibt das Handy dem Moderatoren.
Strauch:
„Ist diese Sendung hier eigentlich live?“
Moderator:
„Nein. Wieso haben Sie aufgelegt?“
Strauch:
„Er hat aufgelegt. Am besten wir senden diese Sendung nicht. Verstecken Sie sich doch auch in 34 Tagen im Keller. Dann gehört uns die Welt, wir teilen alles. Ich bekomme Nordamerika, sie bekommen Europa und der Kameramann bekommt Asien. Wer bekommt noch mit von dieser Sendung?“
Moderator:
„Sonst niemand. Was ist aber mit meinen Freunden und Verwandten?“
Strauch:
„Naja, teilen Sie das doch auf, Sie und ihre Frau bekommen Deutschland, ihre Kinder Großbritannien, Oma und Opa bekommen Frankreich, der beste Freund bekommt Italien und so weiter und so fort. Reicht Ihnen Europa etwa nicht?“
Moderator(irritiert):
„Und was ist jetzt mit der NASA?“
Strauch:
„Hoffentlich bekommen die das nicht mit. Dann müßte ich mir mit denen Nordamerika irgendwie teilen. Am Ende bekomme ich dann nur ein oder zwei Bundesstaaten. Aber die sind zu sehr beschäftigt mit dem Mars und anderen Sachen. Außerdem benutzen die nicht die Methode zum Aufspüren von Meteoriten wie ich sie benutze.“
Moderator:
„Genau, das würde ich gerne mal wissen, wie sind Sie auf die Idee gekommen, daß ein Meteorit in 34 Tagen auf die Erde fällt?“
Strauch:
„Ganz einfach, mit der Astrologie bin ich darauf gekommen. Ich habe die Konstellation der Gestirne der nächsten Wochen ausgewertet. Ich bin mir sicher, daß zwischen der Sternenwelt und den Vorgängen auf unserer Erde eine geregelte und damit prognostiziernde Beziehung besteht. Der Punkt der Ekliptik, der sogenannte Aszendent, steht im umgekehrten Fall proportional zu...“
Moderator(unterbricht):
„Aber es gibt doch viele Menschen, die sich mit Astrologie beschäftigen.“
Strauch:
„Denen glaubt doch keiner. Die werden ausgelacht und nicht ernst genommen. Am Ende glauben sie es selber nicht mehr. Außerdem sind das schwere Berechnungen, die man da machen muß um darauf zu kommen.“
Moderator:
„Sind Sie sich denn sicher?“
Strauch:
„Aber ja.“
Kameramann:
„Entschuldigt, daß ich mich kurz einklinke, aber was ist mit den Leuten, die gerade in der U-Bahn oder im Keller sind wenn die Flutwellen kommen.“
Strauch:
„Dann gibt es halt noch mehr Überlebende. Wir sollten uns mit denen dann mal zusammen setzen und die Welt aufteilen. Am besten wir spielen das Spiel ‚Risiko‘, so können wir die Kontinente und Länder verteilen.“
Moderator:
„Warum kommen Sie dann zu uns? Wenn Sie doch eh wissen, daß die Welt untergeht.“
Strauch:
„In 34 Tagen erst. Vorher würde ich gerne noch etwas Geld haben, ich will mir jetzt schon eine Playstation2 kaufen. Lieber Kameramann, filmen Sie noch?“
Kameramann:
„Nein, ich habe die Kamera jetzt aus geschaltet.“
Strauch(entsetzt):
„WARUM DENN?“
Kameramann:
„Sie sagten doch, daß wir es nicht senden sollen.“
Strauch:
„DAS war doch aber nur Spaß! Menschmeier, es war doch nur so ein Gag. Wenn die Leute im Fernsehen das gesehen hätten, die hätten sich kaputt gelacht.“
Moderator:
„Das hätten aber schon einige geglaubt.“
Srauch:
„Ach Quatsch, die meisten hätten darüber gelacht. Man hätte mich bei J.B.Kerner und bei tvtotal eingeladen, ich wäre ENDLICH berühmt geworden. So ein Mist.“
Kameramann:
„Ok, ich werde dann wieder filmen.“
Strauch:
„Wissen Sie noch wo Sie aufgehört haben?“
Kameramann:
„An der Stelle wo Sie die Länder in Europa aufgeteilt haben.“
Strauch(glücklich):
„Ok, machen wir an der Stelle weiter. Lieber Moderator, Ihnen und Ihrer Frau gehört Deutschland, was machen Sie aus Berlin? Kann man Sie demnächst im Schloß Charlottenburg besuchen?“
Moderator:
„Nein, wir machen jetzt endlich mit der Sendung weiter. Erklären Sie uns doch mal was Sternschnuppen sind.“
Strauch(enttäuscht):
„Na gut. Sternschnuppen sind Meteore, die Leuchtspuren am Himmel erzeugen und in der irdischen Atmosphäre verglühen.“
Moderator:
„Woraus besteht ein Meteorit?“
Strauch:
„Aus Stein oder Eisen oder beides. Er...“
Kameramann(unterbricht):
„Moment mal. Herr Moderator, vielleicht stimmt das ja doch mit dem ‚Sponeman‘ und das war nur ein Trick, damit wir ihm nicht mehr glauben.“
Moderator:
„Nein, Herr Strauch hat sich das bestimmt nur ausgedacht. Glauben Sie mir, so etwas würde die NASA schon rausfinden.“
Strauch:
„Genau, die sind immer auf dem neusten Stand, die haben gewaltige Teleskope und können das rechtzeitig vorhersagen.“
Kameramann(depremiert):
„Herr Strauch lügt uns an, er will mit seiner Frau alleine die Welt beherrschen. Dabei hätte ich so gerne Asien bekommen.“
Der Kameramann geht zu den beiden und setzt sich auf den Tisch.
Moderator:
„Wenn es stimmen würde, dann hätte er uns nichts darüber gesagt.“
Strauch:
„Genau, ich hätte es schön für mich behalten.“
Kameramann:
„Ich glaube eher, daß es Herrn Strauch herausgerutscht ist. Oder er hat es gesagt mit dem Wissen, daß ihm sowieso keiner glaubt.“
Moderator:
„Lieber Kameramann, könnten Sie bitte wieder an ihren Platz gehen?“
Der Kameramann stöhnt und geht wieder hinter die Kamera.
Moderator:
„Machen wir weiter : Wie kann man einen Meteoriten, der sich der Erde nähert, vom Kurs abbringen?“
Strauch:
„Man will mit einem Netz, welches an einem Segel befestigt ist, den Meteoriten einfangen und beiseite zerren. Die Segel fangen den Sonnenwind auf, das ist der Impuls der Photonen, der...“
Kameramann(unterbricht):
„NEIN, machen Sie weiter mit dem Meteoriten ‚Sponeman‘. Wir werden die Menschheit mit dieser Sendung warnen, alle Leute auf der Welt werden evakuiert und in Kellern versteckt. Und wir werden berühmt, das ist doch viel besser als in einer toten Welt zu leben. Ich kann dann eine Asienreise machen und...“
Moderator(unterbricht):
„Haben Sie die Kamera noch an?“
Kameramann:
„Ich habe sie kurz ausgeschaltet.“
Moderator(genervt):
„HABEN Sie denn nicht gehört, daß Herr Strauch es zugegeben hat, daß er einen Gag gemacht hat?“
Strauch:
„Nein, der Kameramann hat recht, wir sollten die Menschheit retten. Ich werde dann berühmt, ich bin dann auf den Titelseiten der Zeitungen, Nicole Kidman will, daß ich sie schwängere und es werden Statuen von mir im ganzen Lande aufgestellt.“
Moderator(irritiert):
„Also ich weiß jetzt nicht mehr weiter, ich weiß nicht mehr was ich glauben soll. Stimmt das jetzt oder nicht?“
Strauch:
„Sie könnten mit Ihrer Sendung hier weltberühmt werden und der Kameramann würde vielleicht auch gerne mal statt hinter vor der Kamera stehen.“
Kameramann(glücklich):
„Genau. Ich filme übrigens wieder.“
Moderator:
„Na gut. Wie haben Sie, Herr Strauch, das errechnet, daß der Meteorit ‚Sponeman‘ auf unsere Erde trifft?“
Strauch:
„Ich habe mir die Sterne, die das Sternbild Pegasus bilden, angeschaut und die Entfernungen zueinander mit der Regula falsi, dem Sekantennäherungsverfahren, gebildet. Danach habe ich das Integral errechnet und dann die L´Hospitalsche Regeln angewandt. Der Aszendent des Schützen bildet umgekehrt zum Sternbild Cygnus ein dreiviertel Parallelogramm, mit dem man die Kovarianz der Sterngrößen alpha und beta nach dem Satz von Hommelberg errechnen kann. Teilt man diese ermittelnden Größen durch die Anzahl der Sterne im Sternbild Andromeda, dann kommt man drauf, daß ein Meteorit in 34 Tagen auf die Erde trifft.“
Moderator:
„Puhh, das klingt ja sehr kompliziert. Und woher wissen Sie, daß der Meteorit in den Pazifik landet?“
Strauch:
„Um dies zu erfahren muß man die Erdachse, die 23,5° geneigt ist, durch die Leuchtkraft des Sirius teilen, so erhält man den Längengrad. Den Breitengrad erhält man, indem man die Schuhgröße von Cassiopeia mit der Anzahl der Brustwarzen des Großen Bären addiert.“
Moderator:
„Sehr interessant. Und Sie sind sich sicher, daß darauf noch keiner gekommen ist?“
Strauch:
„Ja, ich habe dieses Verfahren ja auch selber entwickelt.“
Moderator:
„Und sind Sie sich wirklich sicher, daß niemand außer Ihnen darauf kommt?“
Strauch:
„Ja, ich wahr gestern bei einem Wahrsager und der hat mir prophezeit, daß ich noch was ganz wichtiges in diesem Leben machen werde. Jetzt wissen Sie es ja : Ich rette die Menschheit.“
Moderator:
„Wieso sind Sie sich denn da so sicher?“
Strauch(glücklich):
„Ich werde jetzt endlich bekannt und berühmt. Ich bekomme 200 Schlösser und bin nie mehr pleite, ich werde Rio der erste, Sissy die zweite.“
Moderator:
„Und die NASA wird dann mit einem riesigen Netz den Meteoriten wegzerren. Wie geht das genau?“
Strauch:
„Das ist doch egal, das ist deren Job. Es wird einen Film geben über mich, wie ich die Welt gerettet habe und ich bekomme im Fernsehen eine eigene Sendung.“
Moderator:
„Was für eine Sendung wird denn das werden?“
Strauch:
„Ich will eine Sendung machen auf MTV. „Nightmare on MTV-Street“ wird sie heißen. Da werde ich gewisse Leute aus der Musikszene, die sich zu Unrecht Künstler nennen, verarschen.“
Moderator:
„Warum machen Sie diese Sendung?“
Strauch:
„Weil die das verdient haben. Ich muß es schließlich ausnutzen, ich kann mir so eine Sendung erlauben. Ich habe einen richtigen Heiligenschein nach meiner Rettungsaktion. Danach werde ich schlechte Schauspieler verarschen, ich werde in der Medienwelt richtig aufräumen.“
Moderator:
„Mit solchen Sendungen machen Sie sich aber auch sehr unbeliebt.“
Strauch:
„Aber doch nicht mit diesem Heiligenschein. Und wenn der verbraucht ist, dann mache ich eine schöne Sendung mit Kindern, dann wird der wieder größer. Oder ich rette noch mal die Menschheit. Auf unserer Welt gibt es viele Probleme.“
Moderator:
„Ich weiß nicht so recht ob ich Ihnen glauben kann.“
Kameramann:
„Machen Sie weiter Herr Strauch, ich glaube Ihnen, ich bin auf Ihrer Seite.“
Strauch:
„Danke, danke. Zum Beispiel könnte man ein Gas entwickeln, welches sich selber rasch vermehrt und CO² in harmloses O² umwandelt. So könnte man den Klimawandel stoppen. Wie das genau geht sage ich jetzt natürlich nicht. Denn ein Zuschauer könnte auf die Idee kommen mit dieser Erfindung zum Patentamt zu rennen.“
Moderator:
„Woher haben Sie all die Ideen?“
Strauch:
„Die kommen alle von den Sternen. Die ganzen Antworten unserer Probleme sind versteckt in den Sternbildern des Abendhimmels.“
Kameramann:
„Können Sie mir auch meine Zukunft mit den Sternen sagen?“
Herr Strauch steht auf und geht zum Fenster. Es ist schon abends, und er öffnet das Fenster. Er schaut raus und spricht dabei.
Strauch:
„Heute kann man die Sterne gut sehen. Lieber Kameramann, Ihnen blüht eine tolle Karriere als Schuhputzer. Sie werden die Gelegenheit bekommen George Lucas, Angela Merkel und mir die Schuh zu putzen. Und Sie werden einmal in Ihrem Leben die Gelegenheit bekommen Brad Pitt einen Euro wechseln zu dürfen.“
Kameramann(traurig):
„Und was ist jetzt mit meiner Asienreise?“
Strauch:
„Achso, das habe ich ganz vergessen. Sie werden der bestbezahlte Kameramann in Hollywood. Auch dank dieser Sendung werden Sie sehr berühmt werden.“
Moderator:
„Und ich?“
Herr Strauch lehnt sich weit aus dem Fenster. Er pfeift kurz auf und setzt sich dann wieder hin.
Strauch:
„Glauben Sie mir eigentlich?“
Moderator:
„Ich weiß es nicht was ich glauben soll. Ich denke aber Sie denken sich das alles nur aus .Aber trotzdem werde ich mich in 34 Tagen im Keller verstecken, man weiß ja nie.“
Strauch:
„Sie werden eventuell Millionär. Und zwar Multimillionär.“
Moderator:
„Ja?“
Strauch:
„Sie werden im Lotto gewinnen. Aber das passiert nur wenn Sie Ihren Lottotip in 34 Tagen machen.“
Moderator:
„Da soll doch auch Ihre Sintflut sein, oder?“
Strauch:
„Genau. Leider ist der Sternenhimmel nicht noch klarer. So kann ich Ihnen nicht sagen, was besser ist : Entweder im Keller bleiben, arm bleiben und überleben oder zum Lottoladen gehen, Millionär werden und vielleicht in der Sintflut sterben.“
Kameramann:
„Wird Werder Bremen Deutscher Meister?“
Strauch:
„Ich habe jetzt keine Lust noch mal in die Sterne zu schauen. Aber das kann man da bestimmt auch sehen.“
Moderator:
„Also mir wird das jetzt zu bunt. Am besten wir schließen diese Runde.“
Kameramann:
„Soll ich aufhören zu filmen?“
Moderator:
„Ja.“
Kameramann:
„Herr Strauch, was sagen Sie dazu?“
Strauch(erleichtert):
„Ja hören wir auf. Die Message ist ja denke ich beim Zuschauer angekommen.“
Moderator:
„Ich weiß noch nicht ob wir diese Sendung senden sollen.“
Strauch:
„Wagen Sie es ja nicht gegen die Sternenkonstellation zu entscheiden, es wäre eine große Sünde. Gott würde Sie hart bestrafen.“
Moderator:
„Steht das nicht in den Sternen geschrieben ob diese Sendung gesendet wird?“
Strauch:
„Ist die Kamera aus?“
Kameramann:
„Ja.“
Strauch(lacht):
„Ok, natürlich ist das alles Quatsch mit den Sternen und dem Meteoriten. Aber bedenken Sie wie wir berühmt werden könnten. Welches Sternzeichen sind Sie?“
Moderator:
„Steinbock.“
Herr Strauch holt eine Illustrierte aus seiner Jacke und liest vor.
Strauch(liest):
„‘Heute ist Ihr Glückstag, sie bekommen heute eine einmalige Gelegenheit die Sie nutzen sollten.‘ (kurze Pause) Toll oder?“
Der Moderator steht kopfschüttelnd auf und geht. Herr Strauch geht ihm hinterher und versucht ihn zu überreden. Der Kameramann bleibt alleine zurück. Er geht zum Fenster und schaut sich die Sterne an.