Peter steht in der Raucherecke auf dem Campus seiner Uni. Da sieht er Sabine, wie sie sich mit einer Freundin unterhält. Sabine. Sie gefällt ihm wirklich, doch irgendwie hat er sich bisher nicht getraut es ihr zu sagen. Langsam schlängelt er sich durch die Leute und bleibt vor Sabine und ihrer Freundin stehen. Er raucht seine Zigarette und hört dem Gespräch zu.
„Und dann hat er mir Rosen gebracht, so schöne! Er gab sie mir mit einem Lächeln und, du wirst staunen, dann sagte er mir ein Gedicht auf, ein selbstgeschriebenes. Da konnte ich mich nicht mehr beherrschen, ich gab ihm sofort einen Kuß. Der ist sooo süß!“ spricht Sabine. Beide schauen auf die Uhr und sehen, daß ihre Vorlesung beginnt. Peter geht nachdenklich in den Vorlesungssaal und denkt an Sabine. „So süß!“ meinte sie. Also muß er süß sein um Sabine zu gefallen! Das geht doch, so schwer ist das doch gar nicht!
Nach der Schule geht Peter an einem Spielplatz vorbei. Er sieht Kinder an der Schaukel und der Wippe spielen. Er schaut sie sich an und findet das süß. Sofort geht er hin und gibt einem Kind an der Schaukel Schwung. Dabei singt er :“Sonnenstäubchen, Täubchen, flieg! Schwirre überall! Fang ich dich im Küchensieb, sperr ich dich in den Stall.“ Da gibt er dem Kind zu viel Schwung und das Kind fliegt mit einem weiten Bogen in den Sand. Er will dem Kind helfen, da kommt die Mutter und schreit Peter an: „Was fällt Ihnen ein? Sind Sie pädophil? Lassen Sie mein Kind in Ruhe!! Ich hole sonst die Polizei!“
Peter verschwindet auf der Stelle, das wollte er doch gar nicht. Er entschließt sich ein Märchen für Sabine zu schreiben. Zu hause setzt er sich an den Schreibtisch und beginnt zu schreiben:
„Es war einmal ein Knecht, der studiert hatte, doch lieber einem Bauer auf dem Hof helfen wollte. Da war plötzlich eine Kuh entlaufen und der Bauer beauftragte den Knecht sie zu finden. Er ging zu Frau Holle und fragte sie, ob sie sie gesehen hatte. Doch diese war zu beschäftigt, sie mußte gerade ihre Betten schütteln, damit es auf der Erde schneit. Der Knecht wartete und als Frau Holle fertig war, fiel ihr noch ein, Brot zu backen. Denn sonst würden die Menschen ja hungern. Der Knecht mußte wieder warten. Er setze sich in dem Warteraum und sah eine goldene Schachtel. Er öffnete sie und sah darin eine dicke Laus. Es war die berühmte Laus von der Prinzessin, die Sabine hieß und...“
Da hört er auf zu schreiben. Nein, Sabine hat doch keine Läuse. Das würde sie nicht gut finden. Und süß ist das auch nicht. Er beschließt sich einen Kaffe zu machen. In der Küche singt er :“Wer hat, wer hat die alte Kaffeemühle von Großmama geklaut? Wer hat, wer hat, wer hat sich denn so was, nur so was denn getraut?“ Während er seinen Kaffee trinkt fällt ihm ein, daß bei Sabine morgen eine Halloween-Party ist. Genau, und er verkleidet sich als Räuber Hotzenplotz, das ist doch süß! „Wem fällt denn so was ein? Wer kennt nicht Dein und Mein? Das kann doch nur der Hotzenplotz gewesen sein!“
Er beschließt sich heute nicht mehr zu rasieren. Schließlich sind Räuber ja immer unrasiert. Einen Hut braucht er mit einer großen Krempe. Und mit einer blauen Feder. Er kramt in seinem Schrank und findet einen dicken Gürtel, genau das richtige. Eine kaputte Hose zieht er an und betrachtet sich im Spiegel. Vielleicht noch einen Benjamin-Blümchen-Sticker, das findet Sabine bestimmt ganz süß.
Jetzt beschließt Peter sich ein Schwert zu kaufen. So etwas hat ja bekanntlich der Räuber Hotzenplotz. Natürlich eins aus Plastik, es muß so was in einem Spielzeugladen geben.
Als er auf der Straße ist, da sieht er einen Zirkus. Er geht zum Zirkusplakat und ist ganz entzückt. Der Zirkus heißt „Bungling Bros Circus“ aus Amerika. Neben dem Zirkus stehen Käfige mit Tieren, unter anderem auch mit Affen. Er geht hin und sieht einen jungen Mann, wie er den Affen Trauben gibt. Daneben steht eine junge Frau und lächelt. Bestimmt ist das seine Freundin. Und die findet den sicherlich auch süß, weil er so einen niedlichen Job hat. Wie gerne hätte er auch solch eine Arbeit. Das würde Sabine bestimmt ganz toll finden! Er geht zu dem jungen Mann, da knallt es auf einmal ganz laut. Aus einer Kanone fliegt ein Mann, er übt für seine Zirkusnummer. Der junge Mann und die Frau sind auch ganz erschrocken und Peter straft den fliegenden Mann mit einem bösem Blick. Das ist laut und ganz sicher nicht süß! Der fliegende Mann landet auf einem Trapez und macht ein Salto in der Luft. Dann steht er wieder auf dem Boden, da beginnt das junge Paar zu klatschen. Widerwillig klatscht Peter mit, scheinbar ist das doch ganz süß gewesen. Wenn es der jungen Frau gefällt, dann wird da schon was dran sein.
Peter geht zum Käfig, wo die Elefanten sind und überlegt: Dann sollte er auch als Räuber Hotzenplotz für einen lauten Knall sorgen. Vielleicht mitten in der Party laute Lieder grölen. Und mit seinem Spielschwert etwas zerhauen. Genau, das wird Sabine sicher gefallen! Plötzlich traut er seinen Augen nicht: Er sieht einen Dompteur, wie er seinen Kopf in das Maul eines riesigen Löwen legt. Und dabei grinst er auch noch! Eine Frau steht daneben und ist davon ganz angetan. Sie kann sich ein Lächeln nicht unterdrücken. Also ist das auch süß. Etwas waghalsiges muß man auch machen. Vielleicht bei der Halloweenparty sich weit aus dem Fenster lehnen oder ein Messer in den Hals stecken.
Peter merkt, daß er hier viel lernen kann für die Party bei Sabine. Neugierig geht er zu dem nächsten Käfig. Da sieht er einen großen Gorilla, der einen meterdicken Stahlring zu einer Acht biegt. Dabei gibt er tiefe Laute von sich. Ein kleines Mädchen, welches auch am Käfig steht, beginnt zu weinen und rennt zu ihrer Mutter. Aha, sehr interessant! So etwas ist überhaupt nicht süß, darauf muß er achten. Nicht etwas verbiegen oder zerstören mit bloßer Kraft. Also sollte er mit dem Schwert nichts kaputtmachen. Laut kann es, nein, sollte es sogar sein, aber nichts zerstören!
Er bleibt vor einem Käfig mit der Aufschrift „Jumbo“ stehen. Was er jetzt sieht, hat er noch nicht gesehen. Ein kleines Elefantchen mit riesigen Ohren, welche es hin und her wedelt. Als ob es damit fliegen könnte. Wie niedlich! So etwas muß er auch als Hotzenplotz machen. Aber mit den Ohren? Das geht schlecht. Er geht zu einem großen Spiegel und wedelt mit den Armen. Naja, das sieht nicht besonders aus. Da wackelt er mit den Beinen hin und her. Und siehe da, drei Kinder fangen an zu lachen! Also finden die es süß. Das will er auch auf der Party bei Sabine machen.
Er will jetzt den Zirkus verlassen und sich das Schwert kaufen, da begegnet ihm ein Clown. Er bleibt vor ihm stehen und verdreht seine Augen. Dabei macht er komische Grimassen. „Ist das süß, was du machst?“ fragt Peter ganz neugierig. „Ohhja, sehr sogar!“ antwortet der Clown mit einem lauten Lachen.
Peter geht zu einem kleinen Jungen und macht genau die Grimassen, die der Clown gemacht hat. Das Kind lacht sofort und Peter ist auch ganz glücklich. Morgen ist Helloween, an dem Abend wird Sabine sich in ihn verlieben. Weil er so süß ist!
Nachdem er sich das Schwert gekauft hat, geht er nach Hause und verkleidet sich als Räuber Hotzenplotz. Er betrachtet sich im Spiegel und denkt sich: Ich würde es gerne mal bei einer Frau ausprobieren! Er schaut aus dem Fenster, da sieht er eine hübsche Frau auf der Straße. Er rennt sofort runter und bleibt vor der Frau stehen. Er springt auf einen Hundehaufen, kurz bevor er auf den Boden fällt spreizt er die Beine, es soll so aussehen, als ob er fast drauf getreten wäre. Etwas Waghalsiges. Jetzt zieht er sein Schwert und haut mit einem lauten Knall gegen einen Mülleimer. Etwas lautes. Und dann wackelt er mit den Beinen wie Jumbo mit den Ohren. Das muß genügen. Jetzt geht er zur Frau und fragt sie :“War das süß?“ Die Frau lacht laut, sie muß sich den Bauch halten und ihr kommen schon die Tränen. Peter hakt nach, er will es jetzt wissen, war das süß oder nicht? „Ja, sehr sogar! HAHAHA!“ Auf der Stelle ist Peter überglücklich, er versichert ihr aber, daß er nichts von ihr will, er ist in eine andere, in Sabine nämlich, verliebt. Da lacht die Frau noch mehr und geht schließlich weg. Das sollte er also auch machen! Sagen, daß er in Sabine verliebt ist. Gut zu wissen.
Am nächsten morgen ist es soweit. Die Halloweenparty von Sabine. Er verkleidet sich und geht los. Auf dem Weg sieht er ein dickes Mädchen, welches einen Schokoriegel ißt. Er bleibt stehen und singt:“ Zum Springen zu dick, ach! Zum Klettern zu dumm! Warum bist du so stille? Warum bist du so stumm?“ „Ich bin nicht dick!“ schreit das kleine Mädchen. Da will Peter es beruhigen und holt ein Stück Papier und einen Stift aus seiner Tasche. „Wir malen einen Hahn mit stolz geschwungenen Federn dran – ist das ein schöner Hahn! Und wenn er kräht, so laut es geht, dann ist es...“ Auf einmal wirft das Mädchen Peter den Schokoriegel ins Gesicht und rennt weg. Das ist ganz sicher nicht süß gewesen! Oder doch? Irgendwie niedlich, wie das Kind da rumgeschrieen und ihm den Riegel ins Gesicht geworfen hat. Wie es halt ein kleines Kind so macht. Sollte er auch machen!
Endlich ist er an Sabines Wohnung angekommen. Er klingelt – und Sabine macht ihm auf. Sie hat sich als schwarze Hexe verkleidet. Sie lächelt ihn an und sagt:“ Toll, daß du gekommen bist, Peter. Als Räuber hast du dich verkleidet. Süß.“ Er umarmt Sabine und ist unsagbar glücklich. Sie hat ihn ‚süß‘ genannt! Und das jetzt schon, was wird sie nur am Ende der Party sagen? Er betritt das Wohnzimmer und sieht die anderen Partygäste. Ein Henker, eine Fledermaus, ein Ritter, ein Vampir und ein Pirat. Und die sehen alle nicht so süß aus wie er. Alle sehen so düster aus, die haben bestimmt keine Chance bei Sabine, denkt er sich. Er holt sich ein Bier und will es öffnen. Doch da denkt er an den Gorilla und das entsetzte Kind. Was verbiegen darf er nicht. Und um die Dose Bier zu öffnen muß er die Dosenöffnung verbiegen. Er legt das Bier wieder in den Kühlschrank. „Willst du kein Bier?“ fragt ihn der Henker. „Doch, aber dafür müßte ich was tun, was nicht gut wäre. Es wäre nicht süß.“ „Hää?“ sagt der Henker und macht eine Dose auf. Na der wird bald aus der Party rausfliegen wenn der so weitermacht! Da sieht er, wie der Pirat sich mit Sabine unterhält. Dabei wackelt er ein wenig mit den Beinen! Das ist doch süß, will er sie etwa damit beeindrucken? Sofort geht er zu den beiden. „Und dann habe ich mich doch lieber als Pirat verkleidet. Als Werwolf, das wäre zu aufwendig gewesen. Du, Sabine, ich muß ganz dringend auf Klo, ich komme gleich wieder, ja?“ Er geht weg und Peter stellt sich vor Sabine. Dabei wackelt er mit den Beinen. Sabine runzelt die Stirn und fragt: „Mußt du auch aufs Klo?“ „Ähh, nein, ich mache das nur, weil...weil...einfach so. Du siehst toll aus, Sabine. Richtig süß!“ „Naja, süß soll das eigentlich nicht sein. Aber wenn du es findest, hihi. Dir fehlt nur noch ein Hut. Am besten einer mit einer...“ „...großen Krempe. Und einer Feder!“ sagt Peter ganz entsetzt. Ohh, das hatte er ganz vergessen gehabt! „Aber du findest ja meine Verkleidung trotzdem süß, oder?“ Sabine lacht und geht plötzlich an ihm vorbei. Zu einem anderen, der gerade gekommen ist. Er hat sich als Bandit verkleidet. UND sie gibt ihm einen Kuß. Das ist bestimmt der, den sie ganz süß findet. Der ihr Rosen geschenkt und ihr ein Gedicht vorgetragen hat. Und dann verkleidet der sich als Bandit, das ist ja auch ein Räuber. Nachmacher! Dem wird er es jetzt zeigen! Er geht ins Wohnzimmer und nimmt ein paar Blumen aus einer Vase. Damit geht er zu Sabine und sagt: “Der Zwackelmann, der Zwackelmann, der kennt jeden Trick! Der Zwackelmann, der Zwackelmann hat´s faustdick im Genick! Hotzenplotz! Plotzenhotz! Glotzenrotz! Jetzt ist die Räuberei vorbei! Hotzenplotz! Lotzenklotz! Trotzenprotz! So schnell kommst du nicht wieder frei!“ Sabine ist ganz irritiert, nimmt die Blumen Peter ab und legt sie wieder in die Vase. Sie stellt Peter dem Banditen vor. Der Bandit lächelt etwas, wahrscheinlich soll das auch süß sein. Jetzt will Peter es machen wie der Clown. Er verdreht die Augen und macht Grimassen. Der Bandit lacht und Sabine runzelt wieder die Stirn. Sie soll doch lachen, nicht er! Bestimmt findet er es süß, sie soll es aber doch!
Jetzt muß er etwas waghalsiges machen. Dazu fehlt dem Banditen bestimmt der Mut. Doch was nur? Der Bandit steckt sich eine Zigarette in den Mund und will sie anzünden. Aber er hat sie sich falsch rum in den Mund gesteckt. Sabine macht ihn darauf aufmerksam und lächelt. Und gibt ihm wieder einen Kuß! Soll das etwa süß sein? Eine Zigarette falsch in den Mund zu stecken? Das ist doch peinlich, mehr nicht!! Doch Peter läßt sich nicht irritieren, er muß es jetzt riskieren. Er steckt sich eine Zigarette in den Mund. Und ißt sie auf. Sabine runzelt schon wieder die Stirn, macht sie das etwa, wenn sie etwas süß findet? „Was machst du da? Das ist doch giftig!“ „Frauen mögen aber so was. Ich habe das von dem Dompteur, der seinen Kopf in das Maul eines Löwen steckt.“ Da fällt ihm der Mann ein, der aus der Kanone geflogen ist. Jetzt muß auch ein lauter Knall her!
Er sieht an der Decke eine Kette, an der Luftballons befestigt sind. Sofort zückt er sein Plastikschwert und sticht in die Ballons. Einer nach dem anderen zerplatzt, am Ende nimmt er das Schwert und wirft es mit einem Schmollen weg. Das hat er von dem Kind mit dem Schokoriegel. Jetzt dreht er sich wieder zu Sabine und lächelt sie ganz erwartungsvoll an. Nun reicht es Sabine aber! Sie geht zu Peter und sagt: “So, Peter, das war zu viel. Was ist nur in dich gefahren? Geh bitte nach Hause!“. „Aber...aber...das war doch süß! Wie fandest du eigentlich mein Gedicht, das mit dem Zwackelmann?“
„Blöd. Geh jetzt.“ Peter geht betroffen zu seinen Schuhen und spricht: „Entschuldige, daß ich den Benjamin-Blümchen-Sticker vergessen habe. Aber ich sehe doch trotzdem ganz süß aus, oder?“ Sabine steht am Türrahmen und schaut genervt nach oben. „Du mit deinem ‚süß‘ heute immer. Das was du machst ist ‚vertrottelt‘. Außerdem meine ich mit süß ja nicht niedlich.“
Das verwundert Peter jetzt aber sehr. Das ist nicht niedlich? Das ist doch aber das selbe! „Was meinst du denn, wenn du sagst ‚Der ist süß!‘?“ fragt Peter irritiert. „Ich weiß es nicht, es ist halt nicht das selbe wie süß. Hast du deine Schuhe angezogen?“ „Kann ich noch bleiben? Ich dachte, ich muß süß sein um dir zu gefallen.“ Sabine runzelt jetzt wieder die Stirn. Da fällt Peter noch was ein. Er hat ja was vergessen. „Außerdem bin ich in dich verliebt.“ Peter sagt das mit gefalteten Händen. Er will sich schon hinknien, da öffnet Sabine die Tür und zeigt mit dem Finger nach draußen. Da kommt ihr Freund. „Warum ist der süß und ich nicht?“ flucht Peter laut und geht ins Treppenhaus.
Auf der Straße denkt er noch mal an die ganzen Sachen, die er auf der Party gemacht hat. Irgendwie ist ihm das schon peinlich. Und das alles nur weil er dachte, daß süß gleich niedlich ist. Das sagen aber viele Frauen, daß sie einen süß finden. Sind die bekloppt? Ist doch das selbe wie niedlich! Er geht zu einer Frau und will sie fragen: „Liebe Frau, was meinen Sie, wenn sie sagen: Der ist süß?“ Die Frau schaut in verwundert an und dreht sich weg. Aha, so ist das also! Die Frauen wissen es selber nicht, das ist eine verwundbare Stelle bei Ihnen. Jetzt beschließt er Paare anzusprechen. Er geht auf eins zu, als er sich ihnen nähert, da können sie sich ein Lachen nicht unterdrücken. Es mag wohl an seiner Verkleidung als Hotzenplotz liegen. Das ist ihm aber egal, er geht zur Frau und fragt: „Ißt du gerne Schokolade?“ Die Frau lacht und sagt:“ Ja, sehr gerne sogar!“. „Warum denn?“. „Na weil die so lecker ist. Und so süß!“ Jetzt lehnt sich Peter mit verschränkten Armen zurück und sagt: „Würdest du auch gerne mal mit einem Schokoladen-Weihnachtsmann ausgehen?“ Nun schaltet sich der Freund der Frau ein und fragt:“ Wie kommst du darauf?“ Peter spricht mit erhobenem Zeigefinger: „Weil der Mann einer Frau süß sein muß. Und ein Schokoladenweihnachtsmann ist sehr süß. Folglich hat er viel Glück bei Frauen. Er ist süßer als du!“ Und da zeigt Peter auf den Freund. Das junge Paar lacht und geht weg.
Betrübt setzt sich Peter an den Straßenrand und denkt nach. Alles scheiße. Da dachte er, daß er Sabine beeindrucken kann, wenn er süß ist. Das ist er aber gar nicht. Vielleicht spüren die Frauen im Körper ein süßes Gefühl, wenn sie einen Mann toll finden. Er weiß es nicht. Da kommt eine junge Dame auf ihn zu und fragt ihn, warum er sich als Räuber verkleidet hat. „Weil heute Helloween ist.“ sagt Peter ganz gelangweilt. „Süß“ sagt die Frau, doch Peter winkt ab. Das hatte Sabine am Anfang auch gesagt.
Die Frau stellt sich als Lenka vor und setzt sich neben Peter. Da singt sie: “Simsalabim-bam-bei! Simsalabim-bam-bei! Rabenmist und Hahnenschrei! O Geister, kommt herbei! Simsalabim-bam-bei! Simsalabim-bam-bei! Fidibus und Kokosnuss! So geht die Zauberei!“ Peter dreht sich zu Lenka und sieht wie sie etwas ihre Augen verdreht. So ähnlich wie der Clown! Das findet Peter jetzt auch süß. Peter spricht :“ Lustig ist das Räuberleben in dem grünen Wald, juchhei! Da braucht niemand Acht zu geben auf die Polizei!“ Lenka fäßt Peter an der Schulter und flüstert ihm ins Ohr: „Laß ins mal ins Cafe dort setzen. Ich finde dich irgendwie ganz süß.“
Glücklich steht Peter auf und geht mit ihr ins Cafe. Also ist er doch süß!