Dovers World
  Jazz
 
Dave Stiles, Profi-Musiker
James Higgins, Interviewer
 
 
Higgins:
„So, liebe Zuschauer, wir sind hier live in Frankfurt, in der „Corona“. Diese Woche sind die alljährlichen Frankfurter Jazztage und, ahhh, da kommt er schon, der Musiker der Musiker : Dave Stiles (geht zu ihm) Einen Moment, einen kurzen Moment, bitte !“
 
Stiles(genervt):
“Yo, whats up ? Wer bist Du ?“
 
Higgins:
„Mein Name ist James Higgins, ich…“
 
Stiles(arrogant):
„Wer bist Du ? Bei welcher Firma hast Du denn bitte ein Plattenvertrag ? Ich spreche nur mit Leuten, die bei Warner Bros., Motown oder bei solchen großen Firmen sind, nicht so was. Und schon gar nicht mit Hobby-Laien-Amateur-Pseudo-Künstler wie dich.“
 
Higgins:
„Ich arbeite bei SAT1, einem deutschen Sender...“
 
Stiles:
„Wieviel Einschaltquoten habt ihr ? In Deutschland, ok. Auf welchem Platz seid ihr in dieser Einschaltdingsbumsliste ?“
 
Higgins:
„Das weiß ich nicht auswendig. Auf jeden Fall unter den ersten zehn, ja sogar unter den ersten fünf. Letzte Woche hatten wir sogar Platz 1 gehabt.“
 
Stiles(cool):
„Ok, Ok, die Deutschen sind auch gute Kunden, es gibt schlechtere sagen wir es mal so..(wirft seine Posaune weg)“
 
Higgins:
„Was machen Sie mit Ihrer Posaune ? Die ist doch ziemlich teuer ?“
 
Stiles:
„Logisch ist die teuer. So viel Geld verdienst Du noch nicht mal in einem Jahrzehnt, soviel kostet die. Aber ich brauche für jedes Konzert eine NEUE Trombone, denn ...ach, darauf achtet ihr Deutschen glaube ich gar nicht, das hören nur richtige Künstler, vor allem die an der Westküste. Ich habe früher sogar nach JEDEM Lied die Trombone gewechselt.“
 
Higgins:
„Da haben Sie aber nicht ganz recht. Zum Beispiel Klaus Holdinger ist auch ein sehr guter Jazzmusiker.“
 
Stiles:
„Stimmt, Goldfinger, die goldene Ausnahme in diesem Land. Naja, der hätte es auch noch weiter bringen können, hat ja Talent, hätte zur Westcoast kommen sollen. Da, wo er jetzt ist, da wird ihm doch nichts richtiges beigebracht. Seine Platten höre ich seit über 10 Jahren nicht mehr, die empfehle ich immer Leuten, die mit Musik anfangen wollen, als Einstieg sind die ganz gut zu gebrauchen. Wenn man gleich meine Platten....uiuiui....das geht glaube ich nicht so...“
 
Higgins:
„Hätten Sie mal ganz kurz Zeit für einige Fragen ?“
 
Stiles(streng):
„Wann senden Sie diese Sendung ? Doch nicht etwa um 2 Uhr nachts ?“
 
Higgins:
„Ich weiß es auch nicht. Bestimmt am Freitag oder am Samstag um 20 Uhr. Dafür wird extra ein Film verschoben. Wiederholt wird dieses Interview zusätzlich auch noch mal. Bestimmt 5mal oder so. Außerdem ist es eine ganz außerordentliche Ehre für mich, Sie vor mir stehen...“
 
Stiles(cool):
„Keep cool, Baby, keep cool….schieß los, deine erste Frage (gähnt)“
 
Higgins:
„Sie werden oft mit Charlie Dingus verglichen. Sie haben zur selben Zeit den Jazz weiterentwickelt. Meine Frage....“
 
Stiles(unterbricht):
„Ich kannte Dingus doch nicht so gut, wie ich dachte. Mit Max war ich schon auf Tour gewesen und wir hatten da gemeinsame Erfahrungen. Aber mit Dingus...puuhhh....Es fing mit dieser Meinungsverschiedenheit wegen Bird an, damals in Kalifornien. Das war Anfang der 50er. Ich war ein ruhiger Typ und redete nicht gern viel, so wie heute, da wird sich auch nicht so schnell was daran ändern. Und Max war und ist genauso. Aber dieser Dingdong !! Mann, dieser Idiot konnte nie den Mund halten. Einmal redete er über irgendeinen tiefsinnigen Scheiß, aber dann ließ er wieder Sachen los, die leichter waren als der Pimmel von ´ner Fliege. Nach ner Zeit ging mir das Gequatsche ziemlich auf die Nerven, und da drohte ich ihm mit der Flasche, ich habs nicht mehr ausgehalten. Aber dieser Glockenläuter war ein starker Kerl, ich glaube also nicht, dass er Angst vor mir hatte. Paah ! Allerdings war er eine Zeitlang ruhig, dann fing er wieder an zu quasseln.“
 
Higgins:
„Aha. Sehr interessant. Ich wollte aber eigentlich fragen, inwieweit...“
 
Stiles(unterbricht):
„Ha, Charlie Dingus, Mann, war der verrückt nach Bird, so was hatte ich noch nie gesehen. Nicht mal Max war so verrückt nach ihm. Dingus kam fast jeden Abend vorbei, um Birdy zu hören, er kriegte nie genug von ihm. Dingus selber spielt Gitarre – und wie ! Das muss man ihm ja lassen, dem old Charlie ! Ha !! Mir war klar, dass er unbedingt zu Westcoast kommen müsse. Und das tat er dann auch.“
 
Higgins:
„Sie haben ihn also ganz persönlich gekannt. Wie fand er denn Ihre Kompositionen ?“
 
Stiles:
„Eins muss man diesem Kerl aber lassen : Er war ein knallharter Mann, der sich von keinem was gefallen ließ, bei mir musste er eine Ausnahme machen. Denn die Leute waren zu feige ihm etwas ins Gesicht zu sagen, was ihn hätte stören können. Im Gegensatz zu mir. Paah ! Ich ließ mich nicht einschüchtern, dass er so kräftig war. Schließlich hatte ich genug Erfahrung auf der Straße gesammelt, um mit solchen Halbstarken fertig zu werden. Wir haben uns dauernd gestritten und angebrüllt. Als Thompson es bei uns zu heiß wurde und er aus Los Angeles wegging, waren Dingus und ich aufeinander angewiesen, wir wollten nicht, wir MUSSTEN uns verstehen.... Dingus hier, Dingus da, da gab es ja noch andere Jungs...Art Milkman, oder wie ich schon sagte, Chucky Thompson, der wichtigste Typ für mich, oder einer der wichtigsten in meiner Zeit an der Westküste.“
 
Higgins:
„Haben Sie noch Kontakt zu denen ?“
 
Stiles:
„Aber da gab es bessere, weit bessere Gitarristen ! Und sympathischere ! David Netherland zum Beispiel, huihuihui.....das war...moment....1969, Februar, wo ich.....jajaja, warum, du Pappnase, fragst du nicht so was ? Das wars ! „A few Glitches“, das ist das Album der Alben. Nachdem ich das herausgebracht hatte, haa, wusste ich, ich müsste nie mehr ein Album produzieren und Tatsache ist, ich könnte bis heute von den Einnahmen von nur diesem einen Meisterwerk leben. Und kein bescheidenes Leben müsste ich führen, nein nein !“
 
Higgins:
„Wo unter anderem dieser schottische Bassist, der später zu den Mayas gegangen ist, aktiv war, nicht ?“
 
Stiles:
„Johnny-Boy, na logo, der ist total auf diesen Esoterik-Müll abgefahren wie kein anderer. Hat mit diesen Azteken oder was das war später ein richtiges Orchester in einer heiligen Maya-Stätte gegründet und ist mit denen dort aufgetreten, hervorragend ! Ich wollte ihn von Anfang an in meiner Band haben, aber er fühlte sich in der Band des Saxophonisten Mahony Williams „Time is Life“ pudelwohl. Jajaja, dieser Mahony ! Es zog mir regelrecht die Schuhe aus, so irre war der. Ich konnte sofort hören, dass er einer der besten Saxophonisten ist, ihn wollte ich auch in meiner Band haben. Auch um des Bassisten wegen, die beiden waren zu der Zeit einfach unzertrennlich. Und dieser Dingdong war nur ein Fill-in, bis David Netherland kam. Als Mahony und dieser John McLevin noch kamen, spätestens da hätte ich die Alarmanlage rausgeworfen. Wenn er es nicht selber eingesehen hätte, dass er da nicht mehr mithalten kann. Haa !!“
 
Higgins:
„Also haben Sie ein nicht allzu gutes Verhältnis zu ihm. Schade. Er tritt ja morgen um...“
 
Stiles(unterbricht):
„Geh ich selbstverständlich nicht hin. Da höre ich mir eher morgen den ganzen Tag Scheiben von Goldfinger an, auf jeden Fall !! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch er heute sich ein Dreck um mein Konzert gekümmert hat, darauf verwette ich meinen Arsch !! Es wäre sowieso nicht gut, wenn wir uns sehen würden.“
 
Higgins:
„Vielleicht sollten wir dann auch lieber das Thema wechseln. Reden wir lieber über McLevin. Warum machen Sie kein Projekt in nächster Zeit mit ihm ? Oder ist doch...“
 
Stiles(unterbricht):
„Und vor allem dürften wir nicht wieder über Birdy reden, da würde einer von uns den anderen umlegen, wenn es hart auf hart kommen würde, auf jeden Fall ! Damit fing das ganze Dilemma auch an, vielleicht wären wir ganz gute Freunde ansonsten geworden, wer weiß ? Nur weil ich einmal keine Lust mehr hatte, diese teilweise, sagen wir mal, sehr abgefahrenen Platten von Bird zu hören, ist er völlig ausgeflippt. Frag mich aber nicht das Jahr, ich glaube, das war 55 oder so. Er meinte, ich darf Bird nicht im Stich lassen, ist doch unser Papa. Und das nur, weil ich mal eine Pause von wenigstens 1 Woche brauchte, Mannomann !! ....Ich weiß es noch ganz genau, wie ich ihm sagte :“ Hör mal zu, Dingdong. Bird sitzt in ner Heilanstalt und niemand weiß, wann er da rauskommt. Oder weißt du es, Mann ? Bird ist völlig fertig, kapierst Du das nicht ? Und wenn ich nicht eine Pause von mindestens 6 oder 7 Tage mache, dann bin ich da womöglich auch drin, meine Gesundheit ist mir noch am wichtigsten, klar, Mann ?““
 
Higgins:
„Ohh, das ist aber nicht so gut. Vielleicht sollten Sie und er sich doch noch mal zusammen setzen. Und nicht unbedingt eine Platte von Bird hören, aber ein nettes Gespräch über das Wetter. Oder über McLevin, das interessiert bestimmt ganz viele, mögen Sie denn eher das, was er bei Ihnen gemacht hat oder hat Ihnen das Maya-...“
 
Stiles(unterbricht):
„Und Dingus hörte und hörte einfach nicht auf. Er stand auf und – Ha, da dachte er, er könnte seinen Worten mehr Ausdruckskraft verleihen, wenn er sich erhebt und ich seinen durchtrainierten Körper besser sehen kann. Ich habe in meine besten Jahren 5 Bloods alleine kaputt gemacht, and with my bare hands, Mann !! – jedenfalls ist dieser Halbstarke aufgestanden, hat GANZ langsam seine scheiß Zigarette ausgemacht und hat mich angebrüllt: „Ich habs dir schon gesagt, Dave, Bird ist dein musikalischer Vater. Du bist ein Arschloch, Dave Stiles. Anstatt zu ihm zu halten und noch mehr seiner Platten zu hören, verpisst du dich, denkst nur daran, was die scheiß unmusikalischen Reporter und Presseheinis und dieser ganze Kram denkt. Das ist feige, der Typ braucht uns und wenn er es nicht unbedingt erfährt, dass wir seine Platten hören, egal. Ich glaube aber, er wird es spüren, ich bin mir ziemlich sicher. Und wegen einer, wegen einer verdammten Sache müsste der Junge rund um die Uhr auf deinem Plattenspieler laufen : DER MANN HAT DICH ERSCHAFFEN !““
 
Higgins:
„Wie sieht das denn der Nachfolger von Dingus, Dave Netherland ? Der war wahrscheinlich mehr auf Ihrer Seite, Sie und er sind ja scheinbar ganz gut klarge...“
 
Stiles(unterbricht):
„Darauf sagte ich :“Halts Maul, Autohupe. Mich hat nicht irgendein Motherfucker gemacht, Penner, sondern mein richtiger Daddy. Vielleicht hat mir Bird geholfen. Aber der Arsch hat mich nicht gemacht, Mann. Also hör auf mit dem Blödsinn. Mach dir mal keine Gedanken um Birdy, Dingus. Denn der Bird wird’s verstehen, auch wenn du es nicht kapierst“. Paah, das hat gesessen, danach war erst mal Ruhe. Wie ich vorhin sagte, bei mir musste auch ER mal die Schnauze halten. Aber das war meist nur von kurzer Dauer. Es waren nur 5 Minuten Ruhe, auch DIESMAL hat er eine Ewigkeit diese scheiß Zigarette ausgedrückt, nicht nur das, er ist in der scheiß fucking Wohnung rumgelaufen und hat so getan, als ob er nicht wüsste, wo der bekloppte Mülleimer ist. Der war so oft schon bei mir gewesen, der scheiß Eimer stand und steht heute immer noch an der selben Stelle. Jedenfalls hat er, nachdem er den Mist ganz genüsslich und verdammt lahmarschig geleert hatte, hat er angefangen, über seine bekloppten Bilder zu reden. Und der Einfluss von Bird auf seine verkrüppelte Malerei. Mann, Mann....oder ne, das war ein andermal, ich glaube an dem Tag hat er einfach ne Scheibe von Bird reingeknallt, und zwar die, wo dieses verrückte „Donna Lee“ drauf ist und ich bin aufgestanden und bin einfach nur gegangen. Die Tür habe ich so DOLL zugeknallt, dass ich mich noch mal umdrehen musste, ob die Tür nicht etwa zerschellt ist. Wäre mir auch egal gewesen.“
 
Higgins:
„Dingus malt, das wusste ich gar nicht. Aber dass Sie die Bilder auf Ihrem Plattencover Ihrer neusten Scheibe gemalt haben, dass weiß ich. Wen nehmen Sie denn als Inspiration ?“
 
Stiles(euphorisch):
“Folktrane, DEFINITIV !! Diese Dampflok war und ist die absolute Krönung der besten Musik. Immer, wenn ich zu meinen Ölfarben und meinem Pinsel greife, lege ich eine Scheibe von diesem Kerl rein. Wahnsinn ! Er blies so ähnlich wie Birdy, aber mit kürzeren, kraftvolleren Atemstößen. Kraftvoll wie ein Besessener. Ich weiß noch, wo ich ihn das erste mal sah. Das war in einem Club in Harlem. Sein Problem war, das er schwer an der Nadel hing. Mannomann, war der fertig, der Junge, nach dem Konzert ! Oder diese Bigband-Geschichte mit Blacky !! Hat der dem die Hölle heiß gemacht, ab da wurde Folktrane richtig gut ! Unglaublich innovativ ! Ich mag dieses Wort „unglaublich“ nicht, aber in diesem Fall passt es. Seitdem hat er diesen rauen, ungeschliffenen Ton, der sich von den anderen Instrumenten hervorhebt wie eine grobe Fassung von einem feingeschliffenen Stein. Folktrane wurde seitdem zur LEGENDE !“
 
Higgins:
„Sie hatten aber beide nichts zusammen produziert, oder doch ? Wenigstens einen Live-Auftritt ?“
 
Stiles:
„Wir haben uns nur einmal unterhalten. Und einmal gespielt. Aber Karten haben wir gespielt. Frag mich nicht, welches Spiel das war, es muss eine Abwandlung vom Skat gewesen sein. Aber darauf kam es nicht an. Seine Spielweise hat mich fasziniert ! Wie seine Musik !! Mit jeder Karte, die Trane gespielt hat, hat er an Größe und Volumen gewonnen. Wie mit seinen Akkorden, die er spielt, mit welchen er an seine äußersten Grenzen geht, hinaus in den Raum !! Tjaja, Trane und ich waren im selben Jahr geboren, trotzdem kam es mir so vor, als ob er 3 Leben vorher sein Instrument schon gespielt hatte. Ich weiß noch, als ich mit der Fahrradklingel eine Scheibe von Folktrane bei mir zu Hause gehört hatte. Als ich ihn fragte, wie er diesen Stil findet, da hat er einfach nur gesagt :“Kann ich mal den Bieröffner haben ?“. Mit Trane hätte ich richtige Symphonien komponieren können, mit Charlie-Boy waren das doch nur gut-gemeinte Sessions. Der wird den nie verstehen, aber das ist nicht mein Problem. Trane dagegen war ein spiritueller, ein wunderbarer Mensch, wirklich liebenswert. Man musste ihn einfach mögen.... Leider hatte er diese Drogenprobleme, genau wie Birdy. Wozu diese Kinderrassel niemals den Mum hätte, so etwas nur zu probieren, Mann, Mann.... Schade, Folky, das Ding in Toronto, das war ein Ding zu viel ! Davor waren bei ihm auch schon von vier Lampen zwei kaputt. Das letzte Konzert in Kanada jedenfalls war nicht mehr sein Ding, da hätte als Fill-in der Pfennigschwärmer fast noch reingepasst. Er spielte an diesem Abend in Toronto in Kleidern, die aussahen, als hätte er tagelang drin geschlafen, total zerknittert und schmutzig. Und wenn er auf der Bühne nicht einnickte, bohrte er in der Nase und aß manchmal die Popel. Jammerschade, dass ihm keiner helfen konnte. Ich habe es auch nicht live gesehen, ich war leider nicht vor Ort, wirklich zu schade ! Für Frauen interessierte er sich auch nicht mehr, am Ende kannte er nur noch dieses bekloppte Kartenspiel. Darin war er aber ein WAHRER Meister. Schade nur, dass dies nur so ein Spiel gewesen ist, was man im Ghetto zockt, wenn es dafür eine Meisterschaft gegeben hätte !! uiuiuiui, was für ein GENIE !!“
 
Higgins:
„Ihr jetziger Trompetenspieler, Gregor Poolman, sagt ja auch immer, dass Folktrane einer seiner Vorbilder ist.“
 
Stiles:
„Nein, SEIN Vorbild. Wenn ich statt Trombone auch Trompete spielen würde, würde es vielleicht anders aussehen. Darf man sowieso nicht vergessen, diesen Vorteil mit den Ventilen. Aber der Junge hat es nicht verdient, dass ich so etwas sage. Bevor ich etwas bei der Trompete kritisiere, schieße ich eher dieses jämmerliche Saiteninstrument ab. Also, da gibt es so gewisse Leute, ist aber auch egal jetzt......Poolman is cool, dou ! Er kann sich leider nicht so richtig durchsetzen. Wenn ich mal wieder nicht kann, wegen meiner Hüfte oder anderem Kram, und meine Jungs müssen ein Quartett machen, dann bleibt Gregor etwas zu sehr im Hintergrund. Musste ich bei der letzten Aufnahme wieder feststellen. Mahony oder Derbie schmeissen sich energisch in Zeuch, Poolman mit seiner kleinen Trompete spielt so, als ob er mit seinen ziemlich kurzen, niedlichen Melodien fragen würde, ob er überhaupt mitspielen darf.“
 
Higgins:
„Das ist sehr wichtig, dass gerade da der Bandleader, so einer wie Sie, anwesend ist.“
 
Stiles:
„Und dann habe ich dass Gefühl, wenn ich mir diese Dinger anhöre, dass da einige Herren gerade meine Anwesenheit brauchen, um sich mal so richtig auszutoben. Diese Lied „Big Fun“; haben die sich was da zusammengetraut, Klasse ! ich habe immer den Eindruck, wenn ich dabei bin, dann trauen die sich nicht so richtig auszuflippen. Also die drehen schon auf, wenn ich da bin, aber wenn ich mal fehle....uiuiui...da ist dann ein richtiges Feuerwerk am Start, so ,als ob die ein neues Millennium feiern würden....und nicht so ein Kindergeburtstag mit ein paar lächerlichen Knallerbsen !!“
 
Higgins:
„Wenn meinen Sie denn jetzt speziell ? Also mit den Herren, die ein Feuerwerk in Ihrer Abwesenheit veranstalten ?“
 
Stiles:
„So was ist natürlich Betriebsgeheimnis, kannste alles in meiner Biographie irgendwann lesen ! Wobei das eine ist ja jetzt publik geworden, mit Derbie Bancock. Hat der ganz heimlich eine Band gegründet, ich habe mich schon gewundert, warum der so oft nicht konnte. Und steh da auf einmal im Plattenladen und traue meinen Augen nicht !“
 
Higgins:
„Sie meinen die „Head Panthers“, mit diesen politischen, kritischen Texten !“
 
Stiles(genervt):
„Jo, Amigo, ich mach ne Fliege....da kommt unser Vogelkundschafter !! Und ich will heute echt nicht ins Gefängnis, keep cool, Baby !! (geht)“
 
Higgins:
„Vielen Dank für das......ohh, weg ist er....und da ist...mist, schon vorbei....na ja, morgen ist ja das Konzert von Charlie Dingdong....ähhh Charlie Dingus, pardon, vielleicht bekommen wir morgen Abend ein informatives Gespräch wie das von vorhin. Bis morgen, Euer James Higgins !“
 
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